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Zwölf Stunden Stromausfall an der Saar-Uni

Stromausfall an der Universität des Saarlandes gestern: Erst am Nachmittag gingen die Computer wieder an.

Stromausfall an der Universität des Saarlandes gestern: Erst am Nachmittag gingen die Computer wieder an.

Durch einen massiven  ist gestern die Arbeit auf dem Campus Saarbrücken der Saar-Uni und im Landtag von 4 Uhr morgens bis zum Nachmittag unterbrochen worden. Schuld war ein durchgeschmortes Hauptstromkabel, das anderthalb Meter tief in der Nähe des Saar-Uni-Haupttrafos in der Erde lag. Durch den Schaden fiel der Strom auf dem Campus aus, sodass es weder Licht gab noch Telefone genutzt werden konnten. Auch der Internet-Dienstanbieter der Saar-Uni wurde lahmgelegt. Der an den Netz-Anbieter der Uni gekoppelte Landtag war für mehrere Stunden ohne Internetverbindung. Am frühen Nachmittag begann die Firma Steag nach Angaben der Sprecherin der Saar-Uni, Friederike Meyer zu Tittingdorf, mit Spürgeräten und einem Bagger nach dem Defekt zu suchen. Die Fachleute fanden schließlich den Verursacher des Schadens: An der 10000-Volt-Leitung sei ein isolierendes Verbindungsstück, eine sogenannte Muffe, kaputt gewesen, sagte Meyer zu Tittingdorf.

Saarbrücker Kunden des Netzanbieters o2 mussten durch den Zusammenbruch des Stromnetzes der Saar-Uni ebenfalls Einbußen hinnehmen. Wie Sebastian Vitzthum von der Telefónica Deutschland GmbH sagte, hätten Nutzer im Umkreis des Saarbrücker Campus’ der Saar-Uni für die Dauer des Stromausfalls eingeschränkten Empfang gehabt. Eine Überprüfung durch die SZ um 17 Uhr ergab im Bereich Saarbrücken keine Störungen des o2-Netzes.
Gegen 13.30 Uhr gab es im Landtag wieder Internet. „Nun funktioniert alles wieder“, sagte Peter Walz aus der Informations- und Kommunikationsabteilung des Landtags. Die Saar-Uni hatte sich tagsüber teils mit Notstromaggregaten beholfen und so wichtige Forschungseinrichtungen mit Kühlung versorgt. Gegen 16.30 Uhr hatten alle Gebäude der Uni wieder Strom. „Mithilfe von Trafos und Ersatzleitungen haben unsere Mitarbeiter es geschafft, dass wir wieder überall Strom bekommen“, sagte Meyer zu Tittingdorf. „In einzelnen Gebäuden wie der Physik sind dennoch Notstromaggregate dazugeschaltet worden, da die Laborgeräte dort besonders hohe Strommengen verbrauchen.“ Das Internet und die Telefone funktionierten an der Saar-Uni am späten Nachmittag ebenfalls wieder, auch wenn einzelne Anwendungen wie E-Mail-Programme weiter nicht funktionierten.

Ab heute soll wieder Strom durch das Hauptkabel fließen, sodass die Universität mit voller Stromlast zum normalen Betrieb zurückkehren kann. Auch die Uni-Bibliothek ist wieder geöffnet. Für Studenten bedeutet der Stromausfall unter anderem ausgefallene Prüfungen, da es in den Räumen kein Licht gab. Doch die Klausuren würden nachgeholt, versichert Meyer zu Tittingdorf. Welche Kosten der Stromausfall und die Reparatur verursacht haben, könne man erst in den nächsten Wochen beziffern. em
 
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