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Ewan McGregor
Ewan McGregor wurde 1971 im schottischen Crieff geboren. Schon frühzeitig war er von der Welt der Schauspielerei fasziniert, vor allem dank seines Onkels Denis Lawson, der unter anderem in Local Hero (1983) mitwirkte. Seine Leidenschaft für das Kino kristallisierte sich zum ersten Mal 1977 heraus, als er im Kino seinen Onkel in Krieg der Sterne sehen durfte. Wie Millionen anderer kleiner Jungs auf der Welt war er gebannt. Er sah den Film so oft, dass er praktisch das ganze Drehbuch ohne Atem zu holen rezitieren konnte – eine große Ironie des Lebens, wie sich zwanzig Jahre später zeigen sollte.
Sechs Monate vor seinem Abschluss an der Guildhall School of Music and Drama in London bot man McGregor die Rolle des Soldaten Mick Hopper in Dennis Potters sechsteiliger Musical-Komödienserie „Lippenstift am Kragen” (1993) an (produziert von Rosemarie Whitman). Seine erste Filmrolle spielte er in Bill Forsyths Wer hat meine Familie geklaut (1994). Produzent Lord David Puttnam war von seinem Talent so beeindruckt, dass er spontan einige Szenen für ihn hinzufügen ließ.
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Nachdem er in der BBC-Produktion „The Scarlet and the Black” (1993) die romantische Hauptrolle des französischen Abenteurers Julien Sorel übernommen hatte, spielte er in dem BAFTA-preisgekrönten Kleine Morde unter Freunden (1994), der beim Dinard Film Festival 1994 zum besten Film gekürt wurde und im gleichen Jahr den BAFTA Alexander Korda Award für den herausragenden britischen Film des Jahres und den BAFTA Scotland Award als bester Film gewann. Für die Darstellung des Alex Law erhielt McGregor einen Hitchcock D’Argent Award als bester Schauspieler und wurde in der gleichen Kategorie für einen BAFTA Scotland Award nominiert. Gleichzeitig markierte dies den Beginn einer höchst erfolgreichen Zusammenarbeit mit Regisseur Danny Boyle. Danach porträtierte McGregor den gerissenen Londoner Drogendealer Dean Raymond neben der jungen Catherine Zeta-Jones, gefolgt von
seiner ersten Solo-Hauptrolle in Peter Greenaways erotischem Kunstfilm Die Bettlektüre (1996).
Obwohl Kleine Morde unter Freunden McGregor zum Durchbruch verhalf, war es letztlich seine Rolle als Heroinsüchtiger Mark Renton in der Verfilmung von Irvine Welshs Trainspotting (1995), mit der er international für Furore sorgte. Trainspotting gewann eine ganze Reihe von renommierten Preisen, darunter den BAFTA Scotland Award für den besten Film, während McGregor selbst als bester
Schauspieler ausgezeichnet wurde. Im zweiten Jahr in Folge erhielt er die Auszeichnung des Filmmagazins „Empire” und des London Film Critics’ Circle für den besten britischen Schauspieler.
Nach dem Erfolg von Trainspotting übernahm McGregor eine ganz unterschiedliche Rolle, nämlich den Frank Churchill in der Jane Austen-Adaption Emma (1996) mit Gwyneth Paltrow. Regie führte Doug McGrath. Danach spielte er mit Tara Fitzgerald in Mark Hermans César-preisgekröntem Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten (1996).
Sein US-Debüt gab er in Freeze — Alptraum Nachtwache (1998), einem blutrünstigen Serienmörder-Thriller, der in Los Angeles entstand. Nach seiner Rückkehr nach England spielte er in Philippe Rousselots Der Schlangenkuss (1997) mit Pete Postlethwaite, Greta Scacchi und Richard E. Grant.
Mit Regisseur Danny Boyle arbeitete er erneut bei Lebe lieber ungewöhnlich (1997) zusammen. Für seine männliche Hauptrolle — neben Cameron Diaz — erhielt er zum dritten Mal hintereinander bei den „Empire” Movie Awards die Auszeichnung als bester britischer Schauspieler. 1997 bekam er zudem einen Emmy als bester Gastdarsteller in der „Emergency Room”-Folge „The Long Way Around”.
Danach spielte er neben Michael Stipe in dem Glam Rock-Film Velvet Goldmine (1998), gefolgt von der Titelrolle in Das schnelle Geld — Die Nick Leeson Story (1999) über den spektakulären Fall des berüchtigten Traders. Seine Partnerin in dem Film war Anna Friel. Mit Mark Herman, dem Regisseur von Brassed Off — Mit Pauken und Trompeten, arbeitete er wieder bei dem Golden Globe- preisgekrönten Die Stimme ihres Lebens (1998) zusammen. Hier waren seine Partner Jane Horrocks und Michael Caine.
Für McGregor schloss sich ein Kreis, als er für Star Wars: Episode I — Die dunkle Bedrohung (1999) in der legendären Rolle des Obi Wan-Kenobi besetzt wurde, die einstmals Sir Alec Guinness gespielt hatte. Regisseur George Lucas holte ihn auch für die Fortsetzungen Star Wars: Episode II — Angriff der Klonkrieger (2002) und Star Wars: Episode III — Die Rache der Sith (2005).
In Baz Luhrmanns Oscar- und BAFTA-preisgekröntem Musical Moulin Rouge (2001) spielte McGregor die Rolle des Christian - neben der von Nicole Kidman dargestellten Satine. 2001 war er zudem in Ridley Scotts Black Hawk Down zu sehen und drehte dann Young Adam (2003) mit Peter Mullan und Tilda Swinton, für den er für einen London Film Critics’ Circle Award nominiert wurde.
2002 stand er mit Renée Zellweger zunächst für Down with Love - Zum Teufel mit der Liebe! (2003) vor der Kamera und danach für Tim Burtons Big Fish — Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht (2003) - zusammen mit Albert Finney, Billy Crudup, Alison Lohman, Jessica Lange und Danny DeVito.
Zu seinen weiteren Filmen zählen Marc Forsters übernatürlicher Thriller Stay (2005) mit Naomi Watts und Ryan Gosling, Michael Bays Die Insel (2005) mit Scarlett Johansson, Djimon Hounsou und Steve Buscemi, die Animationsfilme Robots (2005) (Regie: Chris Wedge) und Valiant (2005) (Regie: Gary Chapman), Scenes of a Sexual Nature (2006) (Regie: Edward Blum), Miss Potter (2006) (Regie: Chris Noonan), Woody Allens Cassandras Traum (2008), Incendiary (2008), Deception - Tödliche Versuchung (2008), I Love You Phillip Morris (2009) mit Jim Carrey, Illuminati (2009) sowie Amelia (2009).
Im Theater spielte McGregor 2005 den Sky Masterson in „Guys and Dolls” in einer Inszenierung des Donmar Warehouse sowie den Iago in „Othello”, ebenfalls am Donmar Warehouse, und in „What the Butler Saw” am Salisbury Playhouse.
Für seine Leistungen erhielt Ewan McGregor 2008 den Icon Award bei den Empire Film Awards.
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