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Tom Cruise

Tom Cruise spielt Roy Miller. Foto: Fox
Roy Miller ist ein Spion, dessen außergewöhnliche Mission durch die Erfahrung ganz normaler Liebe unerwartet einen Umweg macht. Tom Cruise, ein Schauspieler, wie es ihn nur selten gibt, der mühelos zwischen ikonischen Rollen als Actionheld und fein abgestimmten Charakterporträts wechselt, erweitert das überraschende Spiel des Films mit einer klassischen Filmfigur um unerwartete Dimensionen. Seine Darstellung von Roy Miller bringt den Zuschauer dazu, sich zu fragen, wer denn nun dieser Typ wirklich ist. Roy musste abwechselnd wirken wie ein Held oder Anti-Held, wie ein hereingelegter Agent oder ein verführerischer Verräter, wie ein Mann, der so verliebt ist, dass er sein Leben um 180 Grad drehen und verändern will. „Wenn wir Roy zum ersten Mal begegnen, ist er ein Mysterium“, erklärt Mangold. „Man weiß nicht, ob er gut oder böse ist, was er und aus welchem Grund er etwas vorhat. Tom ist jemand, der sofort Glaubwürdigkeit als Actionheld mitbringt, aber auch in der Lage ist, lockerer zu werden und Roy Millers Veränderung zeigen kann.“ Und Cathy Konrad fügt hinzu: „Tom vermittelt dieses Gefühl von Sehnsucht, das unter der Oberfläche in Roy schlummert. Er ist liebenswert und charmant, doch er lässt die Leute bis zur letzten Minute im Unklaren, was es mit ihm auf sich hat.“

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Cruise hat den charmanten, mutigen und schlagfertigen Actionhelden in vielen Filmen geradezu definiert – von „Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ (1986) bis hin zu „Mission: Impossible“ (1996) und seinen beiden ebenso enorm populären Fortsetzungen. Gleichzeitig verdiente sich Cruise aber auch Oscar-Nominierungen für emotional komplexe dramatische Rollen in „Magnolia“ (1999), „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ (1996) und „Geboren am 4. Juli“ (1989). Cruise war begeistert, dass er hier den charmanten, unerschütterlich gelassenen Helden, den die Zuschauer von ihm erwarten, spielerisch auf den Kopf stellen konnte. Vom ersten Moment an war sein Motto bei diesem Projekt. „Spaß soll es machen und cool soll es sein.“

„Ich konnte es gar nicht erwarten, diesen Film zu drehen“, fasst Cruise seine Begeisterung zusammen. „Man wird in dieses große Abenteuer und diese Liebesgeschichte geradezu hineingezogen – und wir haben alles getan, damit das Ganze ein unberechenbarer Non-Stop-Spaß wird. Ich halte Jim [Mangold] für einen fantastischen Geschichtenerzähler, wollte unbedingt mit ihm und Cameron bei diesem Film zusammenarbeiten.“

Was Cruise vor allem an diesem Projekt anzog, war die Vorstellung, dass der perfekte Actionheld, den er spielen sollte, plötzlich erschüttert wird und aufgewühlt sein sollte. Und zwar nicht durch seine gefährliche Mission oder durch die große Zahl seiner Verfolger, sondern durch sein eigenes Herz, wenn er June begegnet. Cruise gefiel die Idee, dass die rasante Romanze zwischen Roy und June wie keine andere beginnt, aber dann doch so viel mit jeder anderen Liebesgeschichte gemeinsam hat.

Diesen Gedanken führt Cruise aus: „In dieser wilden Handlung hat jeder der beiden Figuren einen Traum, was vielleicht einmal wahr werden könnte. Aber dann erkennen beide, dass dieser Traum sich tatsächlich erfüllen könnte. Ich glaube, dass sich die Zuschauer damit identifizieren können. Jedes Paar kann eine Geschichte über die erste Begegnung erzählen, nur ist es so, dass sich hinter dem Beginn der Beziehung von Roy und June eine wirklich außergewöhnliche Geschichte verbirgt. Roy und June sind sogar mit den gleichen Dilemmata konfrontiert, die jeder Verliebte kennt. Es sind die Fragen ‚Kann ich diesem Menschen wirklich vertrauen? Und wer ist dieser Mensch wirklich?’ – doch bei den Antworten steht für Roy und June eben mehr auf dem Spiel. Der Spaß liegt darin, zu beobachten, wie sich ihre Beziehung entwickelt, während es um sie herum immer aufregender und turbulenter wird. Diese romantische Spannung, die man in jeder Szene findet, machte die Action so faszinierend, wie ich es nur selten erlebt habe.“

Action wird für Cruise durch die Charaktere bestimmt und umgekehrt. Diese Überzeugung und seine enorm ausgeprägten athletischen Fähigkeiten sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass Cruise bei seinen Filmen seine Stunts immer selbst macht, ja oft sogar sich seine eigenen Stunts ausdenkt, unabhängig davon, wie gefährlich sie auch sein mögen. „Für mich ist es eine Herausforderung“, erklärt der Superstar, „und für den Zuschauer ist es aufregender und unterhaltsamer. Wenn die Kamera die ganze Zeit bei Roy bleibt, dann bringt das eine zusätzliche Note ein. Und mir macht es wirklich Spaß.“

Für seine Rolle musste Cruise nicht nur von Hausdächern springen, Stieren auf dem Motorrad ausweichen und eine Boeing 727 in einem Maisfeld landen, sondern auch ein Gleichgewicht finden zwischen Roys absoluter konzentrierter Intensität und seinen Überlebensinstinkten und der fiebrigen, unkontrollierten Energie eines Mannes, der sich Hals über Kopf verliebt. „Roy wird von June wirklich völlig überrollt“, erklärt Cruise. „Aber er erkennt sofort, dass etwas in ihr steckt und glaubt, dass er sicherstellen muss, dass es ihr gut geht. Am Anfang aber steht sie auf Konfrontationskurs mit seiner Welt. Mich erinnert das alles daran, wie Beziehungen auch im echten Leben funktionieren, wie man sich zu Beginn manchmal darauf gar nicht einlassen will, dann aber den Punkt erreicht, an dem man sich entscheiden muss, ob man sich kopfüber in dieses Abenteuer stürzt.“

Das abenteuerliche Tempo des Films hat Regisseur James Mangold, wie Cruise erklärt, von Anfang an entwickelt. „Seit ,Wald the Line' wollte ich einen Film mit Jim drehen. Ich erkannte, dass er einen erstaunlichen Blick für unvorhersehbaren Suspense hat, dass er Romantik wirklich versteht und darüber hinaus auch sehr witzig ist. Er brachte alles mit, was man sich von einem Regisseur erhofft, wenn man Flugzeuge zu Bruch fliegt, von Hausdächern springt oder vor Stieren davonläuft.“


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