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Mark Ruffalo
Besonders begeistert war DiCaprio von der Aussicht, mit Mark Ruffalo vor der Kamera stehen zu können. Er verkörpert Chuck Aule, Teddys neuen Partner, der ebenfalls in die rätselhaften Ereignisse und Verschwörungen auf der Felseninsel hineingezogen wird. „Mit Mark wollte ich schon sehr lange gemeinsam einen Film drehen. Er hat so viele fantastische, ultrarealistische Darstellungen abgeliefert. Chuck, seine Figur, hat eine interessante Beziehung mit Teddy. Sie bauen langsam gemeinsames Vertrauen auf, sind aber argwöhnisch, was die gegenseitigen Absichten betrifft. Mark hat etwas eingebracht, was dieser Film unbedingt brauchte, was meine Figur auf tiefgehende Weise erdete.“
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Mit Rollen in Filmen wie Kenneth Lonergans You Can Count on Me (2000), Michel Gondrys Vergiss mein nicht! (2004) und Michael Manns Collateral (2004) hat sich Ruffalo als einer der vielseitigsten und faszinierendsten Darsteller profilieren können. „Seit ich Mark in You Can Count on Me, den ich als ausführender Produzent betreute, gesehen habe, wollte ich mit ihm zusammenarbeiten“, erklärt Scorsese. „Mit Mark hat man eine starke emotionale Verbindung. Er ist auf jeder Ebene glaubwürdig, während er eine Figur mit vielen Facetten verkörpert.“
Die Zusammenarbeit mit Scorsese und DiCaprio reizte auch Ruffalo, doch es war die unvorhersehbare Durchschlagskraft des Drehbuchs, die ihn wirklich packte. „Zunächst hält man das Ganze nur für eine interessante Kriminalgeschichte mit Noir-Zügen, aber im Laufe der Handlung tauchen diese überraschenden Ereignisse und Schichten auf, gibt es abrupte Wendungen wie auf einer Achterbahnfahrt, zeigt das Drehbuch so viele andere Aspekte, die man nicht erwartet hatte. Alles wird merkwürdiger und mysteriöser, das Drehbuch wirft einen hinein in eine andere Welt. Je mehr ich davon gelesen hatte, desto mehr spürte ich, dass Chuck, der mehr verbirgt, als es anfangs den Eindruck macht, eine außergewöhnliche Herausforderung darstellen würde.“
Diese Herausforderung war eine Belastung für Ruffalo, als er sich für die Dreharbeiten vorzubereiten begann. „Mit dieser Rolle war ein Problem verbunden, das ich lösen musste“, erklärt Ruffalo. „Es ging darum, wie sorgfältig ich diesen Charakter anzulegen hatte. „Es scheint so, als wäre es Chucks Auftrag, Teddy zu beschützen, aber tief in seinem Innersten treibt er ihn auch zu einer Abrechnung. Das war ein interessanter Drahtseilakt bei dieser Figur.“ Mitentscheidend für Ruffalo war, dass seine Darstellung einer zweiten Sichtung des Films standhalten musste, sogar nachdem das Gerüst von Geheimnissen der Story komplett freigelegt worden war. „Meiner Ansicht nach erkennt man bei der zweiten Sichtung des Films kleine Hinweise darauf, was sich wirklich abspielt, ohne dass explizit darauf aufmerksam gemacht wird. Der Schlüssel für alles liegt darin, wie ich zuhöre, auf bestimmte Dinge reagiere und wie ich Leo ansehe.“
Mit der Zusammenarbeit mit DiCaprio erfüllte sich für Ruffalo ein großer Wunsch: „Ich bin schon sehr lange ein Fan von ihm, habe zugesehen, wie er zu diesem großen Darsteller heranreifte. Ich ging ohne bestimmte Erwartungen in den Film, fand aber heraus, dass er einer der am härtesten arbeitenden und engagiertesten Schauspieler ist. Er arbeitet ohne Pause, übt ständig seinen Text und spricht über die Figuren. Er gibt sich mit nichts zufrieden, ist aber gleichzeitig sehr großzügig zu den anderen Darstellern. Ich war von ihm wirklich beeindruckt.“
Eine weitere Inspiration war für Ruffalo der Enthusiasmus von Regisseur Martin Scorsese. „Dieser Film war wie ein Spielplatz, auf dem Scorsese seine virtuosen Fähigkeiten als Filmemacher ausspielen konnte. Im Film finden sich viele Traumsequenzen und Rückblicke, man sieht die visuelle Eleganz der abgebildeten Ära, veränderte Bewusstseinszustände, Elemente des Film Noir und des Übernatürlichen, darüber hinaus natürlich auch ein großartiges Charakterdrama. Er kann hier alles machen, was er schon immer am Medium Film geliebt hat.“ Doch damit nicht genug. „Einer der wunderbaren Aspekte in der Zusammenarbeit mit Marty ist, dass er Schauspieler wirklich liebt“, fährt Ruffalo fort. „Er liebt es, Arbeitsbedingungen herzustellen, die einem Darsteller großen Spielraum geben, damit man viele unterschiedliche Wege einschlagen kann. Dieser Film war ein Prozess, der echte Mitarbeit ermöglichte. Wir saßen alle zusammen und sprachen über die Charaktere, über Mythologie, Geschichte und vor allem über Filme. Wir griffen auf die Klassiker zurück, um unsere Figuren besser verstehen zu können und ein Gefühl für den Stil des Film Noir zu bekommen. In jedem einzelnen Bild passiert so vieles auf jeder Ebene, und das sorgt meiner Ansicht nach für ein wirklich befriedigendes filmisches Erlebnis.“
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