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Anna Kendrick
Gerade als Ryan Bingham die große Liebe kennenlernt, tritt eine andere Frau in sein Leben – die junge Finanzexpertin Natalie Keener, die in Ryans Firma zu arbeiten anfängt und die Freiheit seines hyperkinetischen Lebensstils ins Wanken bringt. Durch ihre Sparpläne werden Ryan und seinen Kollegen die vielen Reisen gestrichen und sie werden gezwungen, ihre Arbeit via Videokonferenzen zu erledigen. Diese Anordnung stellt Ryans Leben auf den Kopf und macht die Entlassungen der Leute noch unmenschlicher. Als Ryan Natalie schließlich mitnimmt und zeigt, wie seine Arbeit funktioniert, erkennt sie, dass es sehr aufreibend und herausfordernd ist, Menschen ihren Arbeitsplatz wegnehmen zu müssen. Tatsächlich berührt es sie mehr, als sie ertragen kann.
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Anna Kendrick spielt Natalie Keener
Als Natalie wurde Anna Kendrick besetzt, die für ihre Darstellung der Dinah in der Broadway-Neuinszenierung „High Society“ in der Kategorie Best Featured Actress nominiert wurde und damit als zweitjüngste Tony-Award-Anwärterin in die Geschichte einging. Seither baute sie ihre Arbeit im Filmbereich aus, angefangen bei ihrem Debüt in Rockt Science (2007) bis hin zu ihren Parts in der Twilight -Reihe.
„Das Geheimnis ist, dass ich die Rolle der Natalie direkt für Anna Kendrick geschrieben habe“, gibt Regisseur Jason Reitman zu. „Ich habe sie in Rocket Science gesehen und fand sie unglaublich gut und ganz anders als jede andere Schauspielerin ihrer Altersklasse. Und als sie dann zum Vorsprechen für Up in the Air kam, hat sie das auch bewiesen. Sie hat eine wirklich einmalige Stimme, die sie von ihrer Generation abhebt.“
Er fährt fort: „Ich bin sehr stolz auf die Figur von Natalie, denn ich finde, sie unterscheidet sich von den meisten anderen jungen weiblichen Charakteren. Normalerweise sind weibliche Figuren im Alter zwischen 20 und 30 Jahren irgendwie romantische Hauptfiguren. Aber Natalie ist eine unromantische, businessorientierte, dickköpfige junge Frau, die mich an mehrere Frauen erinnert, die ich verehre, einschließlich meiner Frau.“
Kendrick war gleichermaßen von Natalie angetan. „Als ich mit Jason zum ersten Mal über diese Rolle sprach, sagte er mir, dass sie angelehnt sei an mehrere Frauen, die er kennt, die sich frustriert fühlten, weil sie stets die smartesten Personen im Raum seien. Natalie ist smart, aber auch verklemmt, sie fühlt sich unwohl in ihrer Haut und hat ihre Probleme im Umgang mit anderen Leuten. Ich glaube nicht, dass ich die smarteste Person im Raum bin, aber ich erkenne mich in ihrem Wesen als Kontrollfreak wieder, und außerdem bin ich wirklich ungelenk im Umgang“, fügt Kendrick lachend hinzu.
Was Kendrick darüber hinaus an Natalie faszinierte, war deren Art und Weise, wie sie mit geschäftstüchtiger Präzision und ungeheuerlichem Gleichmut einen Angestellten nach dem anderen feuern kann. „Natalie ist eine so lustige Figur, aber sie glaubt nicht, dass sie lustig ist, und sie weiß auch mit großer Sicherheit nicht, dass sie lustig ist“, erklärt sie. „Sie will sich stets unter Kontrolle haben und landet genau an einem Ort, an dem sie die Kontrolle verliert. Sie fühlt sich wohl zum ersten Mal komplett verloren, und sie erkennt, dass sie diesen Job nicht machen kann.“
Harte Entlassungsszenen
Während der Entlassungsszenen hinterließ die Realität der Geschichte einen tiefen Eindruck bei der Schauspielerin. Sie erzählt: „Als ich gerade eine Entlassungsszene spielte, sagte die mir gegenübersitzende Frau, dass sie wirklich gerade ihren Job verloren hätte. Ich fühlte mich unwohl und ich wusste nicht, was ich zu ihr sagen sollte. Es hat mich wie ein Schlag getroffen, dass es für so viele Leute Teil der Realität ist.“
So sehr sie den Charakter ihrer Figur liebt, so ironisch war es für Kendrick, gerade in diesem Film gecastet zu werden, weil sie Flughäfen über alles hasst. „Ich hasse sie und ich fliege äußerst ungern. Es war urkomisch, dass wir die ganze Zeit nur an Flughäfen gedreht haben. Für mich ist das die Essenz des persönlichen Kontrollverlusts.“
Ferner war ihr etwas unbehaglich bei dem Gedanken, an der Seite von George Clooney zu spielen – was sich als vollkommen unnötig herausstellte. „Ich hatte Panik, war aufgeregt und nervös“, erzählt sie. „Nicht nur, weil es sich um George Clooney handelte – das allein ist offenkundig einschüchternd. Ich war auch wegen meiner Rolle aufgeregt und weil ich alles unbedingt besonders gut machen wollte. Dann lernte ich ihn kennen und verstand sofort, warum mich jeder zu beruhigen versucht hatte. Er ist ein großartiger Typ.“
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