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Von Murnau bis Tarantino

(2012-01-12 14:43:15)

Neue Reihe im Saarbrücker Kino Achteinhalb: „Meilensteine der Filmgeschichte“ – Elf Monate, 22 Meisterwerke

Von Thomas Reinhardt


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In die Filmgeschichte eingegangen: Die berühmte Schockszene aus Bunuels Film "Ein andalusischer Hund". Foto:
Alle Achtung! Das Saarbrücker Kino Achteinhalb hat sich Großes vorgenommen. Am Freitag, 13. Januar, 19 Uhr, startet die neue Reihe "Meilensteine der Filmgeschichte". In den kommenden elf Monaten laufen 22 Meisterwerke. "Das ist die größte saarländische Kino-Retrospektive", erklärt Ingrid Kraus vom Achteinhalb, "ein Filmprogramm dieser Dimension hat es im Saar-Kino noch nicht gegeben." Und ihr Kollege Waldemar Spallek ergänzt: "Die Vermittlung der Filmgeschichte war uns immer sehr wichtig. Die Zuschauer können postmoderne Querverweise, Persiflagen und Zitate des Gegenwartkinos nur verstehen, wenn sie auch die Meisterwerke des Films kennen." Die Auswahl der Filme, unter Berücksichtigung der Lizenzschwierigkeiten in Deutschland, repräsentiere natürlich nicht alle Strömungen in der Filmgeschichte. Dennoch versuchen die Kinobegeisterten vom Achteinhalb, "die markantesten stilistischen Entwicklungen" in ihrem Programm zu präsentieren.

Alle "Meilensteine der Filmgeschichte" werden im Kino Achteinhalb werkgetreu aufgeführt - das heißt, nach Möglichkeit, in einer gut erhaltenen originalen 35mm-Filmkopie gezeigt.

Und es gibt nicht nur die Werke zu sehen, profunde Einführungen sollen die Filmgeschichte erlebbar machen. Und zwar anhand "von kurzen Einführungsvorträgen namhafter Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Filmpublizistik, Filmpädagogik und Filmarchivwesen", so die Veranstalter. "Die Besucher der Filmreihe erhalten damit die einmalige Gelegenheit, neben den Einführungsvorträgen vor den Vorführungen der 22 Filme mit hochkarätigen Experten ins Gespräch zu kommen."

Das Programm reicht vom frühen Stummfilm und Vertretern des Expressionismus über den sowjetischen Revolutionsfilm und sozialkritische Werke des frühen Tonfilms bis zu Meilensteinen des Farbfilms aus Hollywoods "goldenem Zeitalter", dem italienischen Neorealismus, dem deutschen Autorenkino und der französischen Nouvelle Vague. Die Reihe beschließen Werke des Neuen Deutschen Films, des New Hollywood und des Postmodernen Kinos.

Los geht es an diesem Freitag, 19 Uhr, mit zwei Klassikern des Stummfilms, die von Prof. Dr. Jörg Abbing von der Hochschule für Musik Saar live am Klavier begleitet werden. Es laufen "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" von Friedrich Wilhelm Murnau (Deutschland 1922) und "Ein andalusischer Hund" von Luis Bunuel (Frankreich 1929). Beginn ist um 19 Uhr, ansonsten werden alle weiteren Filme der Reihe um 20 Uhr gezeigt.

 

Infos im Internet: www.kinoachteinhalb.de

AUF EINEN BLICK

Weitere Filme und Termine: 24. Januar: "Panzerkreuzer Potemkin";

8. Februar: "Lichter der Großstadt";

29.2.: "M - Eine Stadt sucht einen Mörder";

14. März: "Der Zauberer von Oz"; 28.3.: "Citizan Kane"; 18.4.: "Sein oder Nichtsein"; 24.4.: "La Strada"; 9.5.: "Der unsichtbare Dritte"; 23.5.: "Außer Atem"; 13.6.: "Jules und Jim"; 20.6.: "Blow Up"; 4.7.: "Bonnie und Clyde"; 11.7. "Odyssee im Weltraum". tr

 

 

 
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