Merzig

Musical "The Addams Family" ist im Februar vier Mal im Merziger Zeltpalast zu sehen
Von Margit Stark Veröffentlicht: Mittwoch, 3. Februar 2016, 20:25 Uhr

Joachim Arnold Foto: rup
Foto: rup
Die bucklige Verwandschaft wird dem Zuschauer womöglich in neuem Licht erscheinen, wenn er diese finsteren Zeitgenossen über die Bühne huschen sah. Die Addams Family entführt die Gäste ab Freitag, 12. Februar, in ihre verfallene Villa.

Bitte recht unfreundlich: ein Porträt der Addams Family. Fotos: Ver Foto:
Ringel-T-Shirt in Schwarz-Weiß, schwarze Hose, schwarze Kniestrümpfe und eine Stimme zum Verlieben: Das „kleine Monster“, das mit seinem glasklaren Knabensopran gut 20 Mal im Merziger Zeltpalast das Publikum verzauberte, hat längst sein schräges Outfit mit der Chorkleidung der Regensburger Domspatzen vertauscht. „Für Noah Walczuch aus Lebach war die Addams Family ein Glücksfall“, freut sich Intendant Joachim Arnold über die steile Karriere des Benjamins seiner Crew von 2014.

„Seine Auftritte haben Noah beflügelt, in ein Musikinternat zu gehen. Und die Domspatzen haben ihn sofort genommen. In Österreich gehen talentierte Jungs zu den Wiener Sängerknaben , in Deutschland zu den Domspatzen.“

Natürlich wird der Zwölfjährige mit von der Partie sein, wenn die Addams Family am Freitag, 12. Februar, 20 Uhr, aus ihrer Gruft steigt, um ihre Gäste in ihre verfallene Villa mitten im New Yorker Central-Park zu entführen – nicht der einzige Saarländer, wie Arnold sagt.

So wird Schauspielerin Edda Petry aus Saarbrücken wieder in ihren rabenschwarzen Strech-Satin schlüpfen und sich in Morticia verwandeln, Petra Lamy, ebenfalls aus der saarländischen Landeshauptstadt, wird durch Schminke auf die Grandma getrimmt, Musicaldarstellerin Henriette Schreiner aus Merzig ist in der Rolle der traurigen Braut zu sehen. Chef der Famile, Gomez Addams, bleibt Uwe Kröger , natürlich wieder mit dem spanischem Akzent. In die vordere Reihe rücken bei diesen Aufführungen Hanna Kastner als Wednesday Addams, Oliver Mülich als Onkel Fester und Ben Ivo als Lucas Beineke, die in der ersten Spielzeit Zweitbesetzung dieser Rollen waren. Meistens stumm, aber stets zu Diensten: Gerhard Karzel als Hausdiener Lurch.

Neu besetzt wurden die Rollen von Lukas Eltern Mal und Alice Beineke mit Andreas Zaron und Franziska Becker. Bei der deutschen Version des Broadway-Musicals hat Andreas Gergen erneut die Regie übernommen, Danny Costello die Choreografie, Ulli Krämer ist für die Kostüme zuständig.

„Noa freut sich darauf, mit uns auf Tour zu gehen“, verrät Arnold über den Jungen, der mit Startenor José Carreras schon aufgetreten ist und Fernsehstudios von innen kennt. Viermal wird sich in den Saarwiesen der Vorhang heben, bevor nach der letzten Show am Sonntag das Bühnenbild, entworfen von Christian Floeren, Kostüme und alles, was die gruselige Mischpoke so braucht, in drei Trucks verstaut wird und der Weg Richtung Zürich geht.
 

Auftritte in Zürich und Wien

„Wir reisen mit 45 Leuten in die Schweiz“, verrät Arnold und gerät über den Spielort, das Theater 11, ins Schwärmen. „In dem Haus direkt neben der Messe Zürich gehen spektakuläre Shows und Musicals über die Bühne. Neun Vorstellungen sind in Zürich geplant. Für Ende des Jahres haben die Familienmitglieder Wien gebucht. „Wir spielen in einer Halle, in der die Wiener Festwochen im Juni über die Bühne gehen“, freut sich Joachim Arnold über den prominenten Platz für die Grusel-Familie – die Halle E im Museumsquartier.

Vorstellungen: Freitag, 12. Februar, 20 Uhr, Samstag, 13. Februar, 14 und 20 Uhr, Sonntag, 14. Februar, 15 Uhr. Ticket-Hotline: Musik & Theater Saar, Tel. (0 68 61) 9 91 00, Ticket-Regional: Deutschland, Tel. (06 51) 9 79 07 77, Luxemburg, Tel. (0 03 52) 20 30 10 11.

Joachim Arnold Foto: rup Foto: rup

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