Püttlingen

Starkregen spülte auch den Damm des Köllerbach-Bibers weg
Von Hans-Joachim Schmidt Veröffentlicht: Donnerstag, 25. Februar 2016, 19:00 Uhr

Der jüngste Starkregen hat dem Köllerbach-Biber zwar einen kleinen See beschwert, jedoch hat das Wasser auch seine Burg beschädigt und seinen Damm weggespült. Auf diesem Schnappschuss ist der Biber gerade in der Mitte seines neuen Kurzzeit-Sees aufgetaucht. Foto: Hans-Adolf Klein
Foto: Hans-Adolf Klein
Die gute Nachricht: Es scheint, der Baumeister mit den scharfen Zähnen ist im Köllerbach schon wieder bei der Arbeit. Davon geht man jedenfalls beim NABU nach einem Ortstermin an der beschädigten Biberburg aus.

Der jüngste Starkregen hat dem Köllerbach-Biber zwar einen kleinen See beschwert, jedoch hat das Wasser auch seine Burg beschädigt und seinen Damm weggespült. Auf diesem Schnappschuss ist der Biber gerade in der Mitte seines neuen Kurzzeit-Sees aufgetaucht. Foto: Hans-Adolf Klein Foto: Hans-Adolf Klein
Das Köllertal sei glimpflich davon gekommen, hatten wir in unserer Berichterstattung zu den jüngsten Starkregen geschrieben. Doch nun erfuhren wir, dass ein Püttlinger Neubürger doch sein Haus verloren hat: Der Biber im Köllerbach. Seine Burg wurde teilweise weggespült und ebenso sein Damm.

Grundsätzlich ist der Biber ja, auch als Säugetier, ideal ans Wasserleben angepasst. Dennoch bekommt castor fiber, der Europäische Biber, Probleme bei plötzlich auftretendem Hochwasser, wie es in diesen Tagen am Köllerbach zu beobachten war.

„Unser“ Biber musste seine Biberburg verlassen, dann ist er durchs überflutete Wiesengelände geschwommen und hat sich einen Ruheplatz zum Trocknen und Putzen seines dichten Fells gesucht. Inzwischen kann er dies aber wieder in seiner Biberburg tun, wie entsprechende Spuren am Köllerbach zeigen. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Begehung, zu der die NABU-Ortsgruppe Köllertal den Biberexperten und Neunkircher Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch eingeladen hatte. Die Holzabdeckung der Biberburg ist zwar durch das Hochwasser weggeschwemmt worden, aber die Burg kann von dem Tier – seine Artgenossen können 23 bis 30 Kilo auf die Wage bringen – schon wieder als Ruhe- und Schlafplatz genutzt werden. Vom Hochwasser komplett weggerissen wurde allerdings der Biberdamm, mit dem der Biber den Köllerbach angestaut hatte. Frische Fraßspuren zeigen jedoch schon, dass der Köllerbach-Biber – offensichtlich noch ein Einzeltier – einen neuen Biberdamm anlegen will.
NorbertFritsch Foto:

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