Saarbrücken

Auf den Spuren von Nicole
Von Marko Völke Veröffentlicht: Donnerstag, 25. Februar 2016, 16:40 Uhr

Zu den Favoriten gehört Jamie-Lee Kriewitz.Foto: NDR
Foto: NDR
Am Donnerstag, 25. Februar, entscheidet sich ab 20.15 Uhr in der ARD, wer Deutschland in diesem Jahr beim „Eurovision Song Contest“ am 14. Mai in Stockholm vertritt. Wir stellen die zehn Kandidaten vor.

Zu den Favoriten gehört Jamie-Lee Kriewitz.Foto: NDR Foto: NDR
Der Titel „Nur ein Lied“ des bayerischen Sängers und Songschreibers Alex Diehl klingt wie eine moderne Version von Nicoles „Ein bisschen Frieden“ aus dem Jahr 1982. Und Ralph Siegel , der den Hit damals für die Saarländerin komponiert hat, möchte 2016 mit Laura Pinski an diesen Erfolg anknüpfen. Beim deutschen Vorentscheid zum „ Eurovision Song Contest (ESC)“, der am Donnerstag, 25. Februar, ab 20.15 Uhr, live aus Köln in der ARD übertragen wird, wandeln gleich zwei Teilnehmer auf den Spuren der Sängerin.

So hat Diehl , der vom NDR als „Friedensbotschafter mit Gitarre“ angekündigt wird, seinen Gedenksong für die Terroropfer von Paris nach den Attentaten im November 2015 spontan in wenigen Minuten fertig gestellt. Damit möchte er seine „Emotionen und Hoffnung für eine friedliche Welt und ein menschliches Miteinander ausdrücken“, erklärt er. Seine Botschaft: „Wir sind Europäer, ein Teil dieser Welt und wir sind gegen Hass und Krieg.“



Mit Nicole landete Siegel seinen bisher größten „ESC“-Erfolg. Nachdem er 2003 mit Lou zum bisher letzten Mal für Deutschland angetreten war und in den vergangenen Jahren chancenlos für andere Länder Beiträge komponierte, möchte er nun zum 25. und letzten Mal für seine Heimat sein Glück versuchen: „,Dann höre ich auch auf“, erklärte er der dpa. Sein Lied „Under The Sun We Are One“ für die Gleichheit aller Menschen, wird von der 19-jährigen Laura Pinski gesungen, die 2012 im Finale von „Das Supertalent“ stand.

Zu den Favoriten des Vorentscheids gehört dagegen eine andere Casting-Show-Siegerin: Jamie-Lee Kriewitz, die 2015 „The Voice of Germany “ gewonnen hat und deren Titel „Ghost“ sich schon in den Charts platzierte. „Für mich persönlich wäre es eine krasse Erfahrung, an die ich vor einem Jahr nicht mal im Traum gedacht hätte“, sagt die 17-Jährige, die auf schräge Outfits im Lady-Gaga-Stil setzt. Ihr Vorgänger Andreas Kümmert trat 2015 seine Wahl zum „ESC“-Vertreter nicht an.

Mit über zehn Millionen verkauften Tonträgern und Tourneen in 26 Ländern gelten Gregorian dagegen als eins der erfolgreichsten deutschen Musikprojekte. Neben der Kloster-Pop-Formation zählt die Band Avantasia , die wie Lordi bei ihrem Sieg 2006 auf Metall-Rhythmen setzen, zu den international bekanntesten Teilnehmern. Zu den national bekanntesten Bewerbern gehören die Pop-Rock-Gruppe Luxuslärm und Schlager-Sängerin Ella Endlich. Beide wollen nach Roger Cicero 2007 mit einem deutschen Text am 14. Mai beim Finale antreten.

Dass eine große Fanbase nicht den Sieg beim Vorentscheid bedeutet, zeigte sich auch 2014. Damals setzten sich die Newcomer Elaiza um die in Schiffweiler lebende Sängerin Ela Steinmetz gegen bekannte Namen durch. So dürften 2016 wohl das Indie-Pop-Duo Joco sowie die Pop-Bands „Keoma“ und „Woods Of Birnam“ Außenseiterchancen haben.

Donnerstag, 20.15 Uhr, ARD


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