Saarbrücken

Landespolizeipräsidium präsentiert die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2015
Veröffentlicht: Donnerstag, 25. Februar 2016, 17:30 Uhr

Das Landespolizeipräsidium hat die Unfallstatistik 2015 vorgestellt.
Foto: bub
Der Leiter der Zentralen Verkehrspolizeilichen Dienste, Ralf Geisert, und der Verkehrssicherheitsbeauftragte des Ministeriums für Inneres und Sport, Bernd Brutscher, haben am Donnerstagmorgen (25.02.2016) die Verkehrsunfallstatistik 2015 vorgestellt.

Das Landespolizeipräsidium hat die Unfallstatistik 2015 vorgestellt. Foto: bub
Mehr Verkehrsunfälle und Verunglückte, gleichzeitig weniger Schwerverletzte und Autobahnunfälle im Saarland - diese Verkehrsunfallbilanz stellten am Donnerstagmorgen (25.02.2016) Landespolizeipräsident Norbert Rupp, der Leiter der Zentralen Verkehrspolizeilichen Dienste, Ralf Geisert, und der Verkehrssicherheitsbeauftragte des Ministeriums für Inneres und Sport, Bernd Brutscher, in einer Pressekonferenz vor.

Dennoch ist das Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden, mit 3,1 (Verkehrstote pro 100.000 Einwohner) weiterhin geringer als im Bundesdurchschnitt (4,2): 33.634 Verkehrsunfälle registrierte die saarländische Polizei im Jahr 2015 (+ 5,6 Prozent; 2014 gab es  31.853 Verkehrsunfälle). Dabei stiegen sowohl die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden um 1,1 % auf 4.104 als auch die Anzahl der bei diesen Unfällen verunglückten Personen um 0,6 % auf 5.335 an. Im Jahr 2015 wurden bei Verkehrsunfällen im Saarland 717 Personen schwer, 4.587 leicht verletzt (Bilanz im Jahr 2014: 735 Schwerverletzte, 4.539 Leichtverletzte). Die Anzahl der Verkehrstoten stieg nach dem historischen Tiefstand im Jahr 2014 (29) auf 31 an.

Um 5,4 % auf 8.213 stieg auch die Zahl derer, die sich nach einem Unfall unerlaubt von der Unfallstelle entfernten (Im Jahr 2014 waren es 7.791). Der durch Verkehrsunfälle im Saarland entstandene volkswirtschaftliche Schaden betrug 410,1 Millionen Euro (2014: 400,4 Mio. Euro).

Bei den Verkehrsunfällen auf Bundesautobahnen ist die Gesamtzahl um 4,7 % auf 2.613 gefallen (im Jahr 2014: 2.741). Während die Anzahl der Getöteten mit vier dabei doppelt so hoch ist wie im Vorjahr, sank die Anzahl der Schwerverletzten um 21 auf insgesamt 51 (- 29,2 %).

Den „verkehrsschwachen Personen“, also Kindern und Senioren, widmet die Polizei im Rahmen der Verkehrssicherheitsarbeit besondere Aufmerksamkeit. Trotzdem starben im Jahr 2015 ein Kind (2014: 0) und neun Menschen der Altersgruppe „65+“ (2014: 8) auf saarländischen Straßen.

In der Risikogruppe der „jungen Fahrer“ zwischen 18 und 24 Jahren ist die Anzahl mit drei getöteten Personen rückläufig (2014: 6). Dagegen ließen in der Gruppe der motorisierten Krafträder neun Personen (Fahrer: 8; Beifahrer: 1) ihr Leben (2014: 5). Die Anzahl der getöteten Fahrradfahrer blieb mit zwei dagegen unverändert.

Missachtung der Vorfahrt/des Vorrangs, Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren, ungenügender Sicherheitsabstand, nicht angepasste Geschwindigkeit oder Beeinträchtigungen durch Alkohol oder Drogen sind in dieser Reihenfolge die Hauptunfallursachen bei den Verkehrsunfällen mit Personenschäden.

Positiv stimmt die Entwicklung bei den Unfällen unter Alkoholeinfluss: hier verringerte sich die Anzahl der Unfälle um 9,1 % auf 671 (2014: 738). Dennoch starben bei Alkoholunfällen im Jahr 2015 fünf Menschen (2014: 7), 62 Personen wurden schwer (2014: 87), 248 leicht verletzt (2014: 238).


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