Wegen Kinderpornos für ein Jahr hinter Gitter
Veröffentlicht: Montag, 13. Juli 2009, 08:15 Uhr

Ein Neunkircher muss wegen des Besitzes von mehr als 300 Fotos mit Kinderpornografie ins Gefängnis. Das Landgericht Saarbrücken hat ein Urteil aus erster Instanz des Amtsgerichts Neunkirchen bestätigt.

Foto: archiv
Saarbrücken.
Weil er mehr als 300 Bilder mit Kinderpornografie auf seinem Computer hatte, muss ein einschlägig vorbestrafter Mann aus Neunkirchen für ein Jahr ins Gefängnis. Mit diesem Ergebnis endete jetzt ein Berufungsprozess vor dem Landgericht. Dort bestätigte sich das Urteil erster Instanz des Amtsgerichts Neunkirchen. Es hatte den 46-Jährigen im Januar 2009 bereits zu der Haftstrafe von einem Jahr verurteilt. Dem Oberstaatsanwalt war dies anschließend aber zu wenig, dem Angeklagten zu viel. Beide gingen deshalb in Berufung.

Der Angeklagte hoffte nun in zweiter Instanz vor dem Landgericht auf eine Bewährungsstrafe. Aber diese Hoffnung währte nur kurz. Gleich nach Beginn der Verhandlung wies der Vorsitzende Richter darauf hin, dass der Berufskraftfahrer eine einschlägige Vorstrafe im Strafregister habe. Er sei bereits früher wegen des sexuellen Missbrauchs von zwei Mädchen im Pubertätsalter zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Damals sei es um unsittliche Berührungen von Kindern unter 14 Jahren gegangen. Heute um Kinderpornos. Vor diesem Hintergrund, so der Vorsitzende, sehe die Strafkammer in Sachen Kinderpornografie keinen Spielraum für eine erneute Bewährungsstrafe.


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