Saarbrücken

Dr. Sommer und die „Starschnitte“: Die „Bravo“ wird 60
Von den n Sabine Göttel,Olaf Neumann Veröffentlicht: Freitag, 26. August 2016, 10:00 Uhr

Drei „Bravos“: 1956 mit Marilyn Monroe, 1959 mit Peter Kraus und 1969 mit Uschi Glas. Foto: Bauer Media Group/BRAVO/dpa
Foto: Bauer Media Group/BRAVO/dpa
Die „Bravo“ wird 60! Am 26. August 1956 konnte man das Magazin erstmals am Kiosk kaufen, damals noch als „Zeitschrift für Film und Fernsehen“. Seitdem erfinden die Macher ihr Blatt immer wieder neu – dennoch steckt es heute in der Krise.

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„Haben auch Marilyns Kurven geheiratet?“ Auf dem Cover der ersten Ausgabe der „Bravo“ kündigt ein „Bericht aus London“ Antwort auf diese drängende Frage an – neben dem Konterfei des größten Sex-Symbols der 50er Jahre. Die „Bravo“ trifft damals das Lebensgefühl der Jugend, eine Mischung aus Rebellion, Coolness und Melancholie. Die Vorbilder sind Marilyn Monroe, James Dean und Elvis Presley. Auf dem Zeitschriftenmarkt erobert sich die „Bravo“ schnell eine führende Position, denn die Macher haben einen guten Riecher für die Sehnsüchte ihrer Leser: „Die Zeitschrift mit dem jungen Herzen“ – das war einst der Untertitel.

 

„Starschnitte“ an der Wand

Stars und Sternchen stehen im Mittelpunkt; 1959 kann man sich mit dem „Starschnitt“ erstmals sein Idol in Lebensgröße ins Jugendzimmer heften. Brigitte Bardot macht den Anfang, die Mädels dürfen wenig später den „deutschen Elvis“ Peter Kraus über dem Bett anschmachten. Gewinner der ersten Otto-Wahl, einer Umfrage zu den beliebtesten Stars der Leser, ist James Dean. 1966 gelingt es der Redaktion, die Beatles zu einer „Blitztournee“ nach Deutschland zu holen. „Deutschlands größte Zeitschrift für junge Leute sorgt für die Beatsensation des Jahres“, war auf den Plakaten zu lesen.

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