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AfD-Vize Gauland kämpft für «Mohrenköpfe»

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Landtag von Brandenburg, Alexander Gauland, Ende November in seinem Büro in Potsdam. Foto: Ralf Hirschberger

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Landtag von Brandenburg, Alexander Gauland, Ende November in seinem Büro in Potsdam. Foto: Ralf Hirschberger

Es sei völlig überzogen, «den Leuten zu verbieten, Mohrenköpfe zu essen - nicht weil das nicht schmeckt, sondern weil das Wort «Mohrenkopf» ein rassistischer Begriff sei», sagte der stellvertretende Parteichef Alexander Gauland der Deutschen Presse-Agentur. Im täglichen Umgang mit diesem und ähnlichen Begriffen habe ein «Irrsinn» um sich gegriffen, der zeige, «dass hier eine sogenannte Kulturrevolution völlig übertrieben worden ist».

Rehabilitieren will der 75-jährige auch das «Zigeunerschnitzel». Er selbst verwende immer noch das Wort «Zigeuner», betonte Gauland. «Ich kann ja auch nicht die Operette «Der Zigeunerbaron» in «Sinti-und-Roma-Baron» umbenennen», fügte er hinzu.

Ein Vorbild im Kampf gegen die politisch korrekte Sprache sieht Gauland im designierten US-Präsidenten Donald Trump. Dessen Wahl sei «eine kulturelle Reaktion» auf eine Entwicklung, die es auch überall in Europa gebe, sagte der Partei-Vize.

Doch die AfD hat nicht nur ein Problem mit neuen Begriffen. Sie will auch gesellschaftliche Entwicklungen rückgängig machen. Gauland kritisierte, bei der Gleichberechtigung der Geschlechter sei jedes Maß verloren gegangen. Die «Gender-Mainstreaming» genannte Strategie zur Förderung der Gleichstellung bezeichnete er als «Unsinn». Er sagte: «Wenn US-Präsident Barack Obama entscheiden muss, ob Weiblein, die sich als Männlein fühlen, aber trotzdem nur weibliche Geschlechtsorgane haben, auf eine Männer-Toilette gehen können, dann müssen Sie sagen, das ist nur noch Schwachsinn.»

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