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Brandsätze auf Flüchtlingsheime in Thüringen und Brandenburg

Die Spurensicherung auf dem Dach der Flüchtlingsunterkunft in Artern. Foto: WichmannTV

Die Spurensicherung auf dem Dach der Flüchtlingsunterkunft in Artern. Foto: WichmannTV

Auf Flüchtlingsunterkünfte in Thüringen und Brandenburg sind in der Nacht zum Samstag Brandanschläge verübt worden. In beiden Fällen wurden Brandsätze auf das Gelände geworfen. Verletzt wurde niemand.

«Ich bin schockiert über die menschenverachtende Tat», sagte Thüringens Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) am Vormittag beim Besuch des Gebäudekomplexes im thüringischen Artern, in dem zwei syrische Familien leben. «Der oder die Täter müssen gesehen haben, dass die Häuser bewohnt sind.»

Nach bisherigen Ermittlungen wurde ein Brandsatz auf ein Haus geworfen, der aber abprallte und auf dem Boden erlosch, wie die Landespolizeiinspektion Nordhausen mitteilte. Nur glückliche Umstände hätten Schlimmeres verhindert, sagte der Minister. Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Ob ein fremdenfeindlicher Hintergrund vorliegt, ist unklar, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Im brandenburgischen Kremmen warfen Unbekannte zwei Brandsätze über den Zaun des Geländes. Die Molotowcocktails landeten auf einem Rasen und dem Gehweg zwischen den Häusern, die zur Asylunterkunft gehören. Ein lauter Knall habe den Wachschutz alarmiert, der schnell mit dem Feuerlöscher kam, hieß es. Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) sprach von einem Anschlag auf die Stadt. In der Asylunterkunft leben seit Oktober 2016 Flüchtlinge, nach Angaben der Polizei sind es derzeit etwa 70.

Bürgermeister Sebastian Busse in der "Märkischen Allgemeinen Zeitung"

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