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Bürger arbeiteten noch nie so lange nur für den Staat

Der umstrittene «Steuerzahler-Gedenktag» ist ein Rechenbeispiel. Foto: Bundesbank/Archiv

Der umstrittene «Steuerzahler-Gedenktag» ist ein Rechenbeispiel. Foto: Bundesbank/Archiv

Der sogenannte Steuerzahler-Gedenktag hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr weiter nach hinten verschoben. Das davor erwirtschaftete Einkommen der Steuer- und Beitragszahler hätten der Staat und Sozialversicherungen behalten, hieß es. Im vergangenen Jahr fiel dieser Tag auf den 16. Juli, später als zunächst prognostiziert.

Die «volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote» werde im Jahr 2017 bei voraussichtlich 54,6 Prozent liegen. Von jedem verdienten Euro blieben also nur 45,4 Cent übrig, erklärte der Verband weiter.

Der bei Ökonomen umstrittene «Steuerzahler-Gedenktag» ist ein Rechenbeispiel. Es zeigt an, wie viel der Staat vom Einkommen der Bürger und Betriebe über Steuern und Sozialabgaben zunächst einbehält. Zu Buche schlagen auch die sprudelnden Steuereinnahmen in Folge der Lohnerhöhungen, guten Beschäftigung und Firmengewinne.

Der Steuerzahlerbund bezieht auch Abgaben wie die EEG-Umlage zur Ökostrom-Förderung sowie den Rundfunkbeitrag ein. Kritiker verweisen darauf, dass Beitragszahler von Sozialkassen auch Gegenleistungen erhalten. Mit Steuereinnahmen würden zudem Bildung, Sicherheit, Verteidigung, Kinderbetreuung oder Straßenbau finanziert.

Laut der Mai-Steuerschätzung wird die Steuerquote - die Belastung nur durch Steuern im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung - 2017 bei 22,69 Prozent liegen - nach 22,20 im Jahr 2015. Einschließlich der Sozialbeiträge betrug 2015 die Abgabenquote 36,9 Prozent.

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