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Durchsuchungen gegen Terrorunterstützer

Die Ermittlungen richten sich gegen mutmaßliche Unterstützer syrischer Extremisten. Foto: Paul Zinken/Archiv

Die Ermittlungen richten sich gegen mutmaßliche Unterstützer syrischer Extremisten. Foto: Paul Zinken/Archiv

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Terrorunterstützer haben Ermittler mehrere Wohnungen und andere Gebäude in Nordrhein-Westfalen und Großbritannien durchsucht.

Die Aktionen in mehreren Städten richteten sich gegen zwei Beschuldigte, die seit mehreren Jahren die Al-Kaida-nahe Miliz Fatah-al-Scham-Front unterstützt haben sollen. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe mit.

Bei den beiden Beschuldigten handele es sich um 32 und 39 Jahre alte Brüder aus Algerien, teilte das NRW-Innenministerium mit. Der Jüngere sei als salafistischer Prediger bekannt. «Es geht jetzt darum, Beweismittel zu sichern und herauszufinden, woher das Geld kommt», sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD).

Beiden wird vorgeworfen, für die islamistische Miliz Spenden gesammelt zu haben und über Hilfskonvois Krankenwagen, medizinisches Gerät, Medikamente und Nahrungsmittel nach Syrien geliefert zu haben. Bei der Fatah-al-Scham-Front handelt es sich um die frühere Al-Nusra-Front. Die Bundesanwaltschaft stuft die Organisation als ausländische terroristische Vereinigung ein. Die Lieferungen nach Syrien liefen den Angaben zufolge über den Verein Medizin mit Herz und die Vorgängerorganisation Medizin ohne Grenzen.

Medizin mit Herz sitzt in Hennef bei Bonn und wird wegen seiner Verbindungen zur regionalen salafistischen Szene vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Behörden warnen davor, dass der 2013 gegründete Verein unter dem Deckmantel von Hilfsangeboten versucht, bevorzugt Flüchtlinge in den Extremismus hineinzuziehen.

Die Durchsuchungen dienten dazu, Beweise für die Lieferungen an die Miliz sicherzustellen, hieß es. Wo genau die Aktionen stattfinden, welchen Bezug es nach Großbritannien gibt und um wen es sich bei den Beschuldigten handelt, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen laufen den Angaben zufolge über das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt.

Mitteilung

NRW-Innenministerium über Medizin mit Herz e.V.

NRW-Verfassungsschutzbericht 2015, Medizin mit Herz S. 173

Internetauftritt von Medizin mit Herz

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