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Merkel und Seehofer demonstrieren in München Einigkeit

Für die Kanzlerin ist der Besuch in München der letzte ihrer neun Wahlkampfauftritte im Freistaat. Foto: Frank Rumpenhorst

Für die Kanzlerin ist der Besuch in München der letzte ihrer neun Wahlkampfauftritte im Freistaat. Foto: Frank Rumpenhorst

Beim CSU-Wahlkampfabschluss am Freitagabend in München lobte die Kanzlerin mehrfach die Politik der CSU in Bayern - und Seehofer Merkels Regierungszeit als «gute Jahre».

Den Konflikt um eine feste Obergrenze für Flüchtlinge von 200 000 pro Jahr, die die CSU massiv fordert und Merkel klar ablehnt, blendeten die beiden Parteivorsitzenden in ihren Reden weitgehend aus. Merkel bekräftigte im Rückblick auf die Flüchtlingskrise 2015 lediglich: «Das, was 2015 war, das darf, das soll und das wird sich auch nicht wiederholen. Wir haben aus den Ereignissen von damals gelernt.»

Gestört wurde die Kundgebung auf dem Marienplatz von einem massiven Pfeifkonzert und Sprechchören von Unions-Kritikern von links und rechts. Merkel rief diesen zu: «Mit Pfeifen und mit Brüllen wird man die Zukunft Deutschlands mit Sicherheit nicht gestalten.» Seehofer sagte über die CSU-Abschlusskundgebung: «Das ist eine Veranstaltung der aufrechten Demokraten und nicht der linken und rechten Schreihälse.» Der CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, rief den Protestierenden zu: «Die Mehrheit zählt in einer Demokratie - und nicht die Lautstärke.»

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