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Trittin: Grüne müssen Wahlkampfstrategie anpassen

Trittin: «Der vielen noch unbekannte Schulz ist die Projektionsfläche des Überdrusses an Merkel». Foto: Bernd von Jutrczenka

Trittin: «Der vielen noch unbekannte Schulz ist die Projektionsfläche des Überdrusses an Merkel». Foto: Bernd von Jutrczenka

Angesichts der stark gestiegenen Umfragewerte der SPD hat der Grünen-Politiker Jürgen Trittin seine Partei zu einer Änderung der Wahlkampfstrategie aufgerufen. Die Grünen müssten diese «an die neue Situation anpassen» und sich «eindeutiger positionieren», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Plötzlich biete sich seiner Partei die Chance, nach der Bundestagswahl im September eine Regierung ohne die Union zu bilden. «Angesichts einer zunehmenden Rechts-Links-Polarisierung der Gesellschaft müssen wir klarer sagen, auf welcher Seite wir stehen: auf der Seite der offenen Gesellschaft, der globalen Gerechtigkeit und ökologischen Verantwortung.»

Trittin führte das Umfragehoch der SPD seit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten auf ein wachsendes Unbehagen an der Union und an Kanzlerin Angela Merkel zurück. «Der vielen noch unbekannte Schulz ist die Projektionsfläche des Überdrusses an Merkel», sagte der Parteilinke. «Die Umfragen zeigen: Der Wunsch nach Veränderung ist groß.» Es komme jetzt auf die Mobilisierung der Menschen an. «Wir Grüne müssen den Mut zur Zuspitzung aufbringen und eine klare Kampfansage gegen die Flüchtlings- und Europa-Politik von Angela Merkel, Wolfgang Schäuble und Horst Seehofer formulieren.»

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