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Verkehrssicherheitsrat: Tempo 30 in Innenstädten sinnvoll

Unfallstelle in der Innenstadt. Foto: Paul Zinken

Unfallstelle in der Innenstadt. Foto: Paul Zinken

«Beim Tempolimit ließe sich noch eine Menge machen. Innerorts sterben vor allem Fußgänger und Radfahrer. Es ist eine Pflicht der Kommunen, diese Menschen zu schützen», sagte Hauptgeschäftsführer Christian Kellner der Deutschen Presse-Agentur.

Vor 60 Jahren wurde in der Bundesrepublik Tempo 50 in Innenstädten eingeführt. «Im Lichte der Geschichte hat sich das bewährt, die Unfallzahlen sind deutlich runtergegangen», sagte Kellner.

«Wo Fußgänger und Kraftfahrer häufig aufeinandertreffen, muss man sich heute überlegen, ob Tempo 30 nicht sinnvoller ist», ergänzte er. Es spreche aber nichts dagegen, in Städten Lebensadern für den Straßenverkehr auszuweisen, auf denen auch schneller gefahren werden darf. «Dann weiß der Fußgänger Bescheid und der Radweg verläuft am besten woanders.»

Für messbare Effekte seien Modellversuche nötig, wie sie Niedersachsen ab 2018 plane. Dabei gehe es neben der Verkehrssicherheit auch um Schadstoffe und Lärm, erläuterte Kellner. «Wir benötigen belastbare Daten, damit nicht weiter spekuliert wird. Es geht darum, sachgerecht zu entscheiden und nicht vor irgendeiner Lobby einzuknicken.»

Umweltbundesamt-Präsidentin Maria Krautzberger hatte im April gefordert, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit auf allen Straßen innerorts vorzuschreiben. An diesem Vorschlag gab es Kritik von Ländern und Kommunen. Das Bundeskabinett hatte im vergangenen Jahr Erleichterungen bei der Anordnung von Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten oder Altenheimen erlassen.

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