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Grauer Kapitalmarkt: Das Geschäft mit dubiosen Geldanlagen

Was genau ist der graue Kapitalmarkt?

Unter dem grauen Kapitalmarkt versteht man einen nicht reglementierten Teil des Kapitalmarktes. Geschäfte werden beispielsweise mit Aktien gemacht, die nicht offiziell an der deutschen Börse gehandelt werden und dadurch keiner oder kaum staatlichen Überwachung unterliegen. Auch wenn die Rendite von riskanten Schuldverschreibungen, geschlossenen Immobilienfonds oder Unternehmensbeteiligungen anfangs hoch ausfallen mag, trübt oftmals ein plötzlicher Totalverlust die anfängliche Freude. Trotzdem lassen sich Anleger auf solche Investments ein. Warum? Werden die unsicheren Produkte Verbrauchern aktiv angedreht?

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, ist die Verbraucherzentrale Hessen dieser Frage auf den Grund gegangen. Die Verbraucherschützer haben Fälle untersucht, in denen Kunden Finanzprodukte am grauen Kapitalmarkt erworben haben. Dabei fiel auf, dass mehr als jeder zweite Anleger eine engere Beziehung zum Vermittler hat. „Jede vierte Kapitalanlage wurde im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis vermittelt“, sagt Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale Hessen. Es scheint, als würde vielfach privates Vertrauen schamlos ausgenutzt, um die hohen Verkaufsprofissionen zu kassieren.

Die entscheidende Rolle des Beraters

Wie gut oder schlecht, seriös oder unseriös Finanzvermittler arbeiten, hängt maßgeblich vom Berater beziehungsweise vom Vermittler selbst und weniger vom eigentlichen Anlageprodukt ab. Zu dieser Erkenntnis kommt die „Stiftung Warentest“, welche die vier größten Allfinanzbetriebe wie das Finanzberatungs-Unternehmen Swiss Life Select genau unter die Lupe genommen hat. Auf der Seite des Instituts findet Sie zudem eine aktuelle „Warnliste Geldanlage: Unseriöse Firmen und Finanzprodukte“.

Dubiose Finanzprodukte identifizieren

Klar ist: je höher das Risiko, desto höher die Rendite – so lautet eine der Grundregeln des Finanzmarktes. Ebenso gilt die Maxime: Anlegen müssen bestens verstehen, worauf sie spekulieren und wie ihr Investment genau funktioniert. An dieser Stelle ist zwingend ein professioneller Finanzberater von Dienstleistern wie Swiss Life Select notwendig, denn nicht jedes Finanzprodukt ist für jeden Kunden gleichermaßen geeignet. Der Berater klärt im Idealfall sorgfältig auf und zielt nicht auf eine möglichst hohe Provision. Fairness in der Finanzbranche ist für beide Seiten wichtig.

Bei Finanzprodukten, die das Unmögliche versprechen wie zum Beispiel hohe Rendite bei gleichzeitig hoher Sicherheit, sollten die Alarmglocken läuten. Auch Investments in boomende Bereiche wie die erneuerbaren Energien stellen keine garantiert sichere Anlage dar – in der Vergangenheit haben schon Tausende Anleger zum Beispiel bei Beteiligungen an Windkraftanlagen Schiffbruch erlitten.

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