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Kinder und der Umgang mit Geld

Bildcredit: CC0 Creative Commons, pixaby.com

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Finanzwelt: Wissen ist Macht

In der Schule jonglieren Kids mit Zahlen, ein Schulfach „Umgang mit Geld“ fehlt bislang aber. In puncto Finanzwissen besteht Aufklärungs-, bei vielen Erwachsenen Nachholbedarf. Eine repräsentative Studie im Auftrag des Finanzdienstleisters Swiss Life zeigt, dass weniger als die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) ihre aktuellen Kenntnisse im Bereich Finanzen als gut bezeichnet. Dabei halten rund vier von fünf Befragten (78 Prozent) das Thema für eher oder sogar sehr wichtig. Ein Drittel der Teilnehmer (33 Prozent) gibt an, gar nichts über Finanzen im Schulunterricht gelernt zu haben, dreiviertel (72 Prozent) würden für ihre Kinder ein eigenes Schulfach befürworten. Diese und weitere aktuellen Umfrageergebnisse liefert unter anderem der Swiss-Life-Twitter-Account.

Bezahlen wird bargeldloser

Bargeld hat in Deutschland nach wie vor einen großen Stellenwert. In Skandinavien hingegen diskutiert man die vollständige Abschaffung. Bei uns bislang noch undenkbar, dennoch sind elektronische Bezahlformen auch hier auf dem Vormarsch. Ältere Bürger zahlen am liebsten bar, junge nutzen zunehmend elektronische Zahlungsmittel auch für Kleinbeträge im Alltag – weil es praktisch ist. Online Shopping, kontaktlos zahlen, Paypal: Das birgt natürlich auch das Risiko, den Finanz-Überblick zu verlieren.

Mit Geld hantieren, das Einteilen lernen

Gespeichertes Geld auf Karte ist für kleine Kinder schwer begreifbar. Ist es also gut, wenn Mama oder Papa an der Supermarktkasse immer nur mit EC-Karte bezahlen? Das Gespür für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld kann man lernen, auch schon als kleiner Mensch. Paradebeispiel: Taschengeld. Die reglementierte Freiheit des Nachwuchses, sich kleine, materielle Wünsche zu erfüllen – Süßigkeiten, Zeitschriften, Computerspiele. Sicherlich eine Frage des Charakters, ob Kinder von Natur aus eher sparsam sind oder nicht. Das Verhalten in Bezug auf Sparen und Ausgeben im frühen Umgang mit Geld wird aber auch durch das Verhalten der Eltern beeinflusst.

Geld gegen Leistung – auch bei Kindern?

 Bargeld kommt per Knopfdruck aus dem Automaten. Stimmt, aber ganz so simpel ist es natürlich nicht. Eltern müssen für den elektronischen Geldsegen etwas leisten. Warum also sollen Kinder Geld ohne Gegenleistung geschenkt bekommen? Hier scheiden sich die Geister. Aus pädagogischer Sicht bietet sich eine Taschengeldzahlung für ältere Grundschüler, spätestens aber ab der 5. Klasse an. Tipp: monatlich zahlen, nicht wöchentlich, der Lerneffekt beim Aufteilen ist größer. Kleine Aufgaben wie Zimmeraufräumen, Geschirr in die Spülmaschine räumen und ohne Ermahnung abends Zähneputzen – es gibt viele Möglichkeiten, um Kinder ab dem 7. oder 8. Lebensjahr ans Taschengeld gegen Leistung sowie gutes Benehmen zu gewöhnen. 

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