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Schwarzkümmelöl - Hausmittel aus dem Orient

Foto: Depositphotos.com, Datei-ID:52292741, Urheberrecht:geo-grafika

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Schon in der altägyptischen Heilkunst kam das Öl der Schwarzkümmelsamen zum Einsatz, Kaiser Karl der Große macht es in Europa bekannt. Danach geriet es jedoch lange Zeit in Vergessenheit, obwohl es doch ein Heilmittel gegen sehr viele gesundheitliche Probleme ist. So können seine wertvollen Inhaltsstoffe ein großes Wirkspektrum abdecken - von der Senkung des Bluthochdrucks, über Allergien bis hin zur Linderung von Schmerzen. Außerdem trägt es im Allgemeinen zu einer Stärkung des Immunsystems und zu besserem Wohlbefinden bei.

Schwarzkümmel - Schon in der Antike hilfreich bei Verdauungsbeschwerden

Schon die Heiler in der Antike wussten von den positiven Eigenschaften des Schwarzkümmels in Bezug auf fast alle Probleme im Zusammenhang mit der Verdauung. Egal ob Magenbeschwerden, Sodbrennen, Blähungen, Reizdarm oder auch Magenübersäuerung - mit Schwarzkümmelöl lassen sich diese Beschwerden gut in den Griff bekommen.

So konnten Wissenschaftler aus Saudi-Arabien, wo Schwarzkümmelöl bereits seit vielen hundert Jahren eingesetzt wird, den Nachweis über die Wirkung des Öl gegen das gefürchtete Bakterium Helicobacter pylori erbringen. Helicobacter pylori nistet sich bei etwa der Hälfte aller Menschen im Verdauungstrakt - meist im Magen - ein und verursacht die bereits genannten Beschwerden. Sogar für Magenkrebs ist das Bakterium verantwortlich. Zwar kann das Bakterium mit Hilfe von Antibiotika erfolgreich behandelt werden, diese sind jedoch mit Nebenwirkungen verbunden. Erfolgt jedoch auch eine Einnahme von Schwarzkümmelöl, treten die Nebenwirkungen kaum auf.

Wertvoll dank zahlreicher Inhaltsstoffe

Verantwortlich für die Beliebtheit von Schwarzkümmelöl im Bereich der naturheilkundlichen Medizin sind vor allem die mehr als 100 wertvollen Inhaltsstoffe. Das Öl aus Schwarzkümmelsamen besteht zu etwa 60 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die für den menschlichen Organismus sehr nützlich sind. Sie sind essentiell, also lebensnotwendig, können aber nicht vom Körper selbst produziert werden und müssen daher über die Nahrung zugeführt werden. Enthalten sind außerdem Linolsäuren, welche das Immunsystem stärken und die Zellmembrane stabilisieren. Für einen ausgewogenen Ablauf im Organismus sorgen weiterhin die Aminosäuren, von denen sich sieben im Schwarzkümmelöl befinden. Zudem finden sich in Schwarzkümmelöl noch Vitamine (z. B. B-Vitamine, Vitamin C), Mineralstoffe (z. B. Magnesium) und Spurenelemente (z. B. Selen). Zusätzlich enthält Schwarzkümmelöl einen Anteil von einem Prozent an ätherischen Ölen sowie Bitterstoffe.

Anwendung von Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl ist vielseitig anwendbar. Zunächst gilt es als Gewürz, welches gern in der Küche zur Verfeinerung von Speisen oder auch als Beigabe in Tee genutzt wird. Es kann allerdings auch pur verzehrt, inhaliert oder in Kapselform eingenommen werden.

Egal in welcher Form Schwarzkümmelöl verwendet wird: Entscheidend ist vor allem eine hochwertige Qualität. Diese entsteht, wenn die Schwarzkümmelsamen aus biologisch kontrolliertem Anbau stammen und in einem schonenden Kaltpressverfahren zu Öl verarbeitet werden. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass das Öl frei von Zusatz- und Konservierungsstoffen ist.

In der Naturheilkunde wird Schwarzkümmel sehr geschätzt. Einsatz findet es bei Bluthochdruck, Schlafstörungen, Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis und Asthma, bei Allergien (z. B. Heuschnupfen) und allergischen Reaktionen, bei Erkrankungen der Haut wie Schuppenflechte und Neurodermitis sowie bei zahlreichen anderen Beschwerden. Noch wird es dabei vorrangig in der Alternativmedizin eingesetzt, allerdings beginnt auch die Schulmedizin immer mehr, sich mit Schwarzkümmelöl als Heilmittel zu befassen.

Schwarzkümmel - Eine heilsame Pflanze aus dem Orient

Nigella Sativa, der "Echte Schwarzkümmel", ist nicht mit dem handelsüblichen Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt, aber dem schwarzen Pfeffer sehr ähnlich. Die Araber verwenden ihn bereits seit mehr als 2.000 Jahren als natürliches Heilmittel gegen die verschiedensten Beschwerden.

Von Juli bis August bildet die Schwarzkümmelpflanze nach der Blüte Fruchtkapseln, welche dem Mohn sehr ähneln. Von unter her stirbt die einjährige Pflanze dann ab, die Fruchtkapseln werden braun und können nun geerntet werden. Der Samen des Schwarzkümmels ist mattschwarz und duftet nach Anis. Entscheidend ist die Ernte noch vor Sonnenaufgang, um die Samen vor Feuchtigkeit (z. B. durch Morgentau) zu schützen. Im Anschluss an die Ernte werden die Pflanzen getrocknet, gedroschen, in Säcke verpackt und dann an die weiterverarbeitenden Ölmühlen geliefert, wo sie dann gepresst werden.

Schwarzkümmelöl gut verträglich

Schwarzkümmelöl ist frei von Nebenwirkungen und deshalb sehr gut verträglich. Selbst Kinder vertragen das Öl meist sehr gut. Natürlich kann es dennoch zu einigen Erscheinungen kommen, die allerdings nur leicht ausfallen dürften. So ist es nicht unüblich, dass Menschen mit empfindlichem Magen aufstoßen müssen, wenn sie einen Esslöffel Schwarzkümmelöl auf nüchternen Magen eingenommen haben.

Auch wenn Schwarzkümmelöl als sehr gut verträglich und nebenwirkungsfrei gilt, sollten schwangere Frauen auf die Einnahme verzichten. Der Grund liegt in den ätherischen Ölen, welche eine abtreibende und unter Umständen auch Wehen auslösende Wirkung aufweisen.

Schwarzkümmelöl und seine positiven Eigenschaften

Schon seit dem Jahr 1964 werden in hunderten wissenschaftlichen Studien die positiven Eigenschaften von Schwarzkümmelöl in Bezug auf die Gesundheit erforscht. Schwarzkümmelöl gilt vor allem in vorderasiatischen und auch nordafrikanischen Kulturen als regelrechtes Wundermittel. Kein Wunder, werden dem Schwarzkümmel doch die folgenden Eigenschaften schon seit Jahrtausenden zugeschrieben:

- entzündungshemmend

- antiviral, antibakteriell, antimykotisch

- schmerzlindernd

- krampflösend

- antidiabetisch

- blutdrucksenkend

- antioxidativ

- bronchospasmolytisch (senkt den Tonus der Bronchialmuskulatur)

 Weiterhin wirkt Schwarzkümmelöl hemmend auf den Tumor-Nekrose-Faktor Alpha und gegen Geschwüre. Es steigert die Produktion von Interferon, schützt Leber und Nieren und kann vor oxidativem Stress durch Strahlung bewahren.

Schwarzkümmelöl zur Haut- und Haarpflege

Schwarzkümmelöl eignet sich hervorragend zur Pflege von Haut und Haaren. Und zwar nicht nur bei Problemen damit, sondern auch im Rahmen der Schönheitspflege.

Bereits Kleopatra schwörte auf Schwarzkümmelöl, welches für ein straffes und junges Hautbild sorgt. Durch die enthaltenen Vitamine E, Beta-Karotin, B2, B6 und C sowie Zink und Biotin wird die Erneuerung der Zellen angeregt. Die Durchblutung wird dadurch gefördert, was die Haut vitalisiert. Langfristig sieht die Haut durch Schwarzkümmelöl gesund und rein aus.

Auch dem Haar verleiht Schwarzkümmelöl mehr Schönheit. Eine regelmäßige Anwendung sorgt für mehr Glanz, Geschmeidigkeit und Stabilität der Haare. Gerade Inhaltsstoffe wie Biotin und Beta-Karotin sowie Folsäure und Selen sind für das Haar besonders sinnvoll, denn sie bekämpfen wirksam Haarschäden wie Spliss und beschleunigen zudem die Bildung von Keratin. Weiterhin wird dadurch das Wachstum der Haare angeregt, das Haar wirkt insgesamt wesentlich gesünder.

Schwarzkümmelöl auch für Tiere geeignet

In der Tiermedizin gilt Schwarzkümmelöl inzwischen als Heil- und Nahrungsergänzungsmittel, nachdem ein hoch prämiertes Dressurpferd an heftigen Asthaanfällen erkrankte, die mit herkömmlicher Medikation nicht erfolgreich therapiert werden konnten. Seither wird Schwarzkümmelöl vor allem für Pferde und andere Weidetiere sowie auch bei Hunden gern verwendet. Es kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden und stärkt vor allem das Immunsystem der Tiere. Zudem hält es lästige Parasiten wie Zecken, Flöhe und andere Kleinstlebewesen fern. Unter das Futter gemischt verhindert es darin auch das Wachstum von Bakterien und Pilzen und sorgt so für eine längere Haltbarkeit. Neben Asthmaanfällen können bei Pferden, aber auch bei Kühen und Kälbern, auch Entzündungen der Haut (z. B. auch Ekzeme) sowie Schmerzen und Entzündungen in Gelenken behandelt werden.

Schwarzkümmelöl sehr vielseitig

Zwar gibt es für Schwarzkümmelöl keine arzneiliche Zulassung, da es auf Basis der Heilpflanze keine Arzneimittel gibt, dennoch ist es sehr vielseitig einsetzbar. Deklariert wird Schwarzkümmelöl deshalb als Nahrungsergänzungsmittel. Seine hochwertigen Inhaltsstoffe machen das Öl der Schwarzkümmelsamen sehr vielseitig anwendbar. Nicht nur gegen diverse Krankheitsbilder hilft es, auch in der Haut- und Haarpflege erweist es gute Dienste.

Auch Heilsteine sind in der Alternativen Medizin ein immer größer werdendes Thema. Wenn Sie weitere Informationen zum Thema Heilsteine wünschen finden Sie diese zum Beispiel hier.

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