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Shishabars in Deutschland: Vorurteile und Wahrheiten

Foto: Pixabay/CC0-Lizenez

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Die Geschichte der Shishabars

Shisha kommt aus dem Persischen Shishe und entspricht dem Wort Flasche. Außerdem steht es für das türkische Nargile, was Wasserpfeife bedeutet. Shishas haben eine lange Tradition. Vermutlich kam sie im 16. Jahrhundert aus Indien in das Osmanische Reich und eroberte anschließend die arabische Welt. Über die Türkei gelangte die Shisha auch nach Europa und Deutschland.

Anders als in der arabischen Welt, wo sie fester Teil der Alltagskultur ist, verursacht sie hierzulande Misstrauen und Vorurteile. Die Gründe sind vielfältig. Shishabars werden vorwiegend von jungen Leuten unterschiedliche Herkunft besucht. Multikulti ist ohnehin vielen nicht geheuer. Doch in Shishabars werden keine Drogen konsumiert oder andere zwielichtige Geschäfte abgewickelt. Es geht hier einfach nur darum, eine Wasserpfeife zu genießen.

Shishabars: Warum ein Vorurteil unbegründet sein kann?

Shishas werden mit unterschiedlichen Aromen verfeinert und werden zum Beispiel von Shishaexperten wie smokestars.de im Internet vertrieben. Die Aromen werden auch als Shaashii bezeichnet. Das Aroma ist als Pulver und flüssig erhältlich und wird im Wasser der Shisha aufgelöst. Shaashii enthält kein Nikotin, sondern ausschließlich Aromastoffe, die mit dem Wasser verdampfen und dem Rauch eine fruchtige oder würzige Geschmacksnote verleihen.

Shishagenuss für jeden

 Eben diese Aromen sprechen im Grunde gegen die Vorurteile krimineller Machenschaften und Drogenkonsum in Shishabars. Denn dass ein hartgesottener Drogenhändler eine Shisha mit Apfelaroma pafft, mag irgendwie nicht so richtig ins Bild des bösen Buben passen. Auch das althergebrachte Bild, nach dem sich in diesen Lokalen nur Türken und Araber aufhalten, entspricht mehr dem Genre des Kriminalfilms als der Realität. Die Gäste sind Studenten, Unternehmer, Angestellte und Arbeiter. Alles Leute, wie wir sie aus dem Kaffeehaus kennen.

Bunt gemischt, Multikulti und alles ist im Grunde genommen ganz harmlos

Viele Shishabars verabschieden sich vom alten Klischee, wählen deutsche Namen und setzen auf Transparenz. Das Publikum ist gemischt. Arbeiter sitzen neben Studenten, Unternehmer neben freiwilligen Helfern. Was verbindet, ist die gemeinsame Lust am Rauchen einer Shisha. Es wird geplaudert, gelacht und wieder geplaudert. Niemand denkt dabei an Drogen, Gewalt oder irgendein anderes Verbrechen. Das interessiert auch die Betreiber der Bars nicht.

Gerade die haben ein sehr großes Interesse daran, dass in ihren Räumlichkeiten keine krummen Geschäfte laufen. Auch Schlägereien will hier keiner haben. Das würde nur die gemütliche Atmosphäre stören und die Kunden vertreiben. Abgesehen davon könnte dabei auch die eine oder andere Shisha zu Bruch gehen. Diese können durch aus auch mal viel Geld kosten, denn nicht nur günstige Shisha Modelle werden auf dem Markt verkauf, was ein Blick auf die Seite von Online Shishahändlern zeigt.

Shishabar besuchen: Einfach mal probieren, dann urteilen

Shishabars sind Lokale wie jedes andere, nur ein bisschen anders eben. Es steht dort eine Shisha auf dem Tisch und nicht der Zuckerstreuer. Gefährlich ist das aber deswegen noch lange nicht. Auch von den vielen jungen Menschen, die es sich in Shishabars gemütlich mach, sollte man sich nicht irritieren lassen. Shisha-Rauchen ist nun mal angesagt. Das ist aber kein Grund für ältere Menschen, Shishabars fern zu bleiben. Wer die Wasserpfeife gerne einmal ausprobieren möchte, ist in den deutschen Shishabars herzlich willkommen. 

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