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Zuwachs im Wattenmeer: Mehr Kegelrobben vor Sylt

Kegelrobben lieben das Wattenmeer. Wie sehr, das zeigt eine aktuelle Erhebung: Die Zahl der putzigen Meeresbewohner wächst demnach stetig. Wer die Kegelrobben einmal persönlich in Augenschein nehmen möchte, findet mit einem Apartment oder Strandhotel auf Sylt wie dem Hotel Miramar, im Internet unter hotel-miramar.de zu erreichen, einen optimalen Ausgangspunkt. Denn im Wattenmeer vor Sylt tummeln sich die flauschigen Kegelrobben zahlreich.

Die Zahl der im schleswig-holsteinischen Wattenmeer lebenden Robben hat sich verdoppelt. Das zeigt die aktuelle Zählung des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats (CWSS), bei dem Deutschland, Dänemark und die Niederlande kooperieren. Seitdem die UNESCO das Wattenmeer in seine Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen hat, kümmert sich die Koordinationsstelle um administrative Aufgaben rund um das Wattenmeer. Darunter auch die jährliche Zählung der Kegelrobben. Das aktuelle Ergebnis stellte das CWSS jüngst an seinem Sitz in Wilhelmshaven vor, die Zählung fand im Winter 2016/17 statt.

Kegelrobben-Watching: Einst Glückspiel, heute mit hohen Erfolgschancen

Die meisten Kegelrobben leben nach wie vor im niederländischen Wattenmeer. Doch auch im Wattenmeer vor Helgoland, Amrum und Sylt lümmeln sich die Tiere auf den Sandbänken und zeigen sich den Touristen. Auf Sylt ist nicht der Hauptort Westerland, sondern Hörnum der beste Beobachtungsort. Während man vor einigen Jahren noch reichlich Glück brauchte, um Kegelrobben zu erspähen, sind die Chancen heute dank der wachsenden Bestände deutlich besser.

An erwachsenen Kegelrobben zählten die Forscher an der dänischen, niederländischen und deutschen Küste insgesamt 5445 Tiere – ein Anstieg um zehn Prozent. Bei den Jungtieren gibt es sogar einen Zuwachs um 15 Prozent zu verzeichnen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Bestände stabil wachsen. „Wenn man bedenkt, dass die Kegelrobbe erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus britischen Gewässern ihre Rückkehr ins Wattenmeer begonnen hat, unterstreichen diese Ergebnisse, dass der Schutz von Meeressäugetieren es Arten ermöglicht, sich in einem Gebiet wieder zu etablieren, aus dem sie zuvor verschwunden waren“, betont Sascha Klöpper, stellvertretender Exekutivsekretär des CWSS.

Vom Strandhotel zur Sandbank – und die Kegelrobben von Sylt entdecken

Während das CWSS international übergreifend Zählungen durchführt, legt man in Westerland und Umgebung Wert auf lokale Zählungen. Im Wattenmeer vor Sylt werden die Robben sogar wöchentlich gezählt. Von der wachsenden Population profitiert auch die Tourismusbranche. So bietet die Sylter Reederei Adler Schiffe jeden Montag zweistündige Touren zur bekannten Sandbank Jungnamensand samt Robben-Watching an. Abfahrt des Bootes ist in Hörnum, das sich auch von den vor allem in Westerland ansässigen Urlaubsapartments und Strandhotels aus schnell erreichen lässt. Es gibt einen Linienbus sowie die Möglichkeit, sich ein Auto oder Fahrrad zu mieten.

So putzig sie auch aussehen, Kegelrobben sind die größten Raubtiere der Wattenmeerküste. Bis zu zehn Kilogramm Fisch frisst eine Kegelrobbe pro Tag. Der hohe Nährstoffbedarf wurde ihr einst fast zum Verhängnis: Im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts sahen Fischer die Tiere als Konkurrenz an und rotteten den Bestand nahezu aus. Erst ab den 1950ern kam die Kegelrobbe aus britischen Gewässern allmählich wieder in die norddeutschen Gefilde zurück – in denen sie sich offensichtlich ziemlich wohlfühlt.

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