Piraten entern den Asta der Saar-Uni

Von Von Pascal Becher Veröffentlicht: Mittwoch, 21. Juli 2010, 00:57 Uhr

Die Wahl des neuen Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) der Saar-Universität hätte nicht dramatischer ablaufen können....
Foto: honk

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Der Studierendenausschuss besteht aus Aktiven Idealisten, Campus Grün und der Piratenpartei, die auch einen der beiden Vorsitzenden stellt

Die Wahl des neuen Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) der Saar-Universität hätte nicht dramatischer ablaufen können.... Foto: honk
Saarbrücken.
Die Wahl des neuen Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) der Saar-Universität hätte nicht dramatischer ablaufen können. In einer siebenstündigen Marathonsitzung und erst im dritten Wahlgang einigten sich die Hochschulgruppen (HSG) des Studentenparlaments (Stupa) auf eine gemeinsame Koalition. Der neue Asta wird nun von den Aktiven Idealisten, Campus Grün und den Piraten gebildet. Details der Wahl stehen auf den Twitter-Portalen einiger HSG, die ihre Anhänger via Kurznachrichtendienst informierten.

Die Beteiligung von Aktive Idealisten (zehn Sitze) und Campus Grün (vier Sitze) ist wenig überraschend. Sie lenken nun schon im dritten Jahr gemeinsam die Geschicke des Astas. Aufgrund der herben Verluste der grünen HSG (minus fünf Sitze) mussten sie, um sich die notwendige Mehrheit von 17 Sitzen zu verschaffen, einen dritten Koalitionspartner mit an Bord nehmen: Und das wurden „wegen inhaltlicher Gemeinsamkeiten“ die Piraten (vier Sitze). Der „Shooting-Star“ der diesjährigen Wahl, schaffte gleich beim ersten Mal den Sprung ins Parlament. Und nicht nur das. Mit dem Jura-Studenten Marc Großjean stellt die Gruppe auch einen der beiden Asta-Vorsitzenden. Zweite Vorsitzende ist Désirée Kraemer (AI), ebenfalls Jurastudentin. Die beiden lösen Daniel Werner (AI) und Konrad Hilsenbeck (Campus Grün) nach einer Übergangsfrist am 1. August ab.

Die 22-jährige Kraemer will sich verstärkt um die Öffentlichkeitsarbeit des Asta kümmern. Dies sei „dringend notwendig“. Die Wahlbeteiligung auf dem Uni-Campus sei durchschnittlich unter 15 Prozent und damit „viel zu niedrig“. Großjean hat das „Piraten“-Thema Verbesserung des Datenschutzes auf dem Hochschulcampus zur Chef-Sache erklärt. Die neue Koalition will sich in ihrer einjährigen Legislaturperiode gegen die Einführung von Langzeit- und Zweitstudiengebühren und für die Überarbeitung des Bachelor-/Mastersystems stark machen. Gleichzeitig fordert sie einen Master-Studienplatz für alle Bachelorabsolventen der Saar-Universität und den Ausbau des Projekts Uni der Großregion.

Ob die Ernennung von Norbert Lang, ein Abgeordneter der Juso-HSG, als Co-Referent für Fachschaften als ein Zeichen der Versöhnung zu sehen ist, ist unklar. Zumindest hatte es seit dem spektakulären Bruch des 2008 regierenden Asta (AI und Jusos) kein Juso-Vertreter mehr in den Ausschuss geschafft. Bis zur vollständigen Aussöhnung beider Gruppen „wird es aber noch eine Asta-Generation dauern“, so Désirée Kraemer.

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