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A62 Nonnweiler Richtung Landstuhl Zwischen AS Nonnweiler-Otzenhausen und AS Nohfelden-Türkismühle Bauarbeiten, Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt (22.03.2017, 13:37)

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Stephanie Schwarz (SZ)

Wer will Pate des Rothirschs im Saarbrücker Wildpark werden?

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Rothirsche leben auch im Saarbrücker Wildpark. (Symbolbild) Foto: Felix Kaestle/dpa

Das Füttern im Wildpark kann gefährlich für die Tiere sein. Viele Besucher möchten den 140 Wild- und Haustieren mit ihrem mitgebrachten Futter zwar nur etwas Gutes tun. Beliebt ist vor allem das alte harte Brot, das zuhause übrig geblieben ist und das die Familien nicht wegwerfen wollen. Also bringen die Besucher es den Wildtieren auf einem Sonntagspaziergang mit.

Ralf Blechschmidt, Abteilungsleiter Forstwirtschaft, bittet die Besucher des Wildparks aber, die Tiere nicht mit mitgebrachtem Essen zu füttern. Weißbrot sei unverdaulich für Wildtiere. Insbesondere die Hirsch- und Ziegenarten im Park, wie Steinwild und Damwild, reagierten sehr empfindlich auf dieses Essen, erklärt Blechschmidt. Aber es weisen nur Schilder auf Deutsch die Besucher auf das Futterverbot und den Leinenzwang für Hunde hin. Schilder für die große Anzahl von französischen Besuchern fehlen bis heute. Ralf Blechschmidt erklärt auf Anfrage: „Wir werden diese Idee aufgreifen und eine Möglichkeit suchen, Schilder in französischer Sprache aufzustellen.“

Im Jahr 2016 kamen etwa 250 000 Besucher aus Deutschland und Frankreich in den Wildpark, die für mehr als 30 000 Euro Futter für die Tiere an den Automaten kauften, sagt Blechschmidt. Die Besucherzahl sei jedoch nur eine Schätzung. Da der Park kostenlos ist, können die Mitarbeiter des Wildparks das tägliche Publikum nicht zählen. Deshalb schätzt der Park die Besucherzahl am Umsatz der Futterautomaten. Im Vergleich dazu hatte der Saarbrücker Zoo im Jahr 2016 etwa 235 000 Besucher, sagt Richard Francke, Direktor des Saarbrücker Zoos. Insbesondere unsere französischen Nachbarn und Senioren mit ihren Enkelkindern entdecken den kostenlosen Park derzeit wieder neu, teilt Blechschmidt mit.

Tierpatentag im Mai

In diesem Jahr lädt der Wildpark zu verschiedenen Veranstaltungen ein. Neben jährlichen Ereignissen wie Halloween und St. Martin könnten Kinder auch weiterhin ihren Geburtstag im Park feiern oder am Eseltrekking und Ponyreiten teilnehmen. Am Samstag, 13. Mai, steht der jährliche Tierpatentag für alle Paten auf dem Programm. Die Möglichkeit, Tierpate zu werden, gibt es seit 2012. Derzeit haben 61 Personen aus dem Saarland und Umgebung Patenschaften von Tieren übernommen, sagt Blechschmidt. Fast alle Tiere haben einen Paten, eine ältere Dame aus Saarbrücken ist sogar Patin von drei Tieren: Goldfasan, Waldkauz und Wildkatze.

Rothirsch wartet noch auf einen Paten

Nur der Rothirsch habe immer noch keinen Patron, sagt Blechschmidt. Findet sich ein Pate, dürfe der dem Tier auch seinen Namen geben. Natürlich werden für die Neuzugänge im Park jederzeit neue Paten gesucht. Vor allem freuen sich die Mitarbeiter des Wildparks über den diesjährigen Nachwuchs. Die Uhu-Dame hat bereits ein Ei gelegt, weitere sollen folgen. Etwa 32 bis 36 Tage nach Brutbeginn werden die kleinen Uhu-Kinder schlüpfen, sagt Blechschmidt. Im März folgt dann der Nachwuchs der Ziegen und Mufflons, erklärt er weiter. Nur bei den Luchsen sei er sich dieses Jahr nicht sicher, ob es Baby-Luchse geben wird. Geburtstermine können bei den Tierpflegern erfragt werden, sagt Blechschmidt.

Derzeit steht er auch in Verhandlungen mit verschiedenen Zoos in Deutschland, um einen neuen Wisentbullen zu bekommen. Der Bulle des Parks ist im Januar gestorben. Besonders stolz ist der Tierpark-Chef auf die zwei neu gebauten Behindertenparkplätze. Seit Dezember 2016 können Menschen mit Behinderung diese benutzen, erklärt Blechschmidt.

Infos zu Veranstaltungen und Patenschaften unter (0681) 9 05 23 11, E-Mail wildpark@saarbruecken.de

 

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