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Marko Völke (SZ)

So war's beim Premabüba in der Congresshalle

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Premabüba 2017 in der Congresshalle. Foto: Becker&Bredel

In den fünf Musikbereichen des „Premabüba“ spielte das diesjährige Motto „Wild West“ eine große Rolle. Mehr als 5000 Besucher – viele passend kostümiert – verwandelten die Saarbrücker Congresshalle am Samstagabend in eine Western-Landschaft.

Großer Andrang

Der Andrang zu dem traditionsreichen Ball, der vor ein paar Jahren schon vor dem Aus stand, ist plötzlich wieder riesig: An der Abendkasse sind nur noch 200 Karten erhältlich. Und bereits um 20.15 Uhr ist die 69. Auflage ausverkauft. Viele versuchen vergebens, über die sozialen Netzwerke ein Ticket zu ergattern.

Hubert aus Völklingen gehört bereits seit über 20 Jahren zu den Stammgästen und kann sich gut an die Zeiten erinnern, als der „Premabüba“ noch an drei Tagen gefeiert wurde. Doch das veränderte Konzept gefalle ihm gut, denn: „Die Vielseitigkeit ist geblieben.“ Und die zeigt sich auch für Melanie und Sabine Becker nicht nur in den unterschiedlichen Musikbereichen: „Das Publikum ist gut gemischt, man findet hier alle Altersstufen.“ Die Schwestern haben sich als Bambi und Stinktier kostümiert und stechen so unter den vielen Indianerstämmen und Horden von Cowboys heraus.

Von Rotkäppchen bis Gangolf aus dem „Herr der Ringe“ feierten auch zahlreiche Märchen- und Fantasie-Figuren mit. Nadine, Nicole und Stefan aus Saarbrücken haben sich als Feen und Peter Pan verkleidet und kommen auch regelmäßig zur „Weiberfaasenacht“. „Da muss Peter Pan allerdings zu Hause bleiben“, sagen die Damen grinsend.

Der Anteil der französischen Gäste ist hoch: „Bei uns wird Fastnacht nicht so groß gefeiert“, sagt Vincent, der als Banane geht, während sein Kumpel François ein Astronaut ist. Noch heißer – und das im wahrsten Sinne des Wortes – ist das Outfit von Jean-Luc und Bruno aus Saargemünd. Die Super-Marios versuchen zu dem Fastnachts-Klassiker „Viva Colonia“ ein bisschen zu tanzen – was sich in dem Ganzkörper-Outfit mit riesigem Kopf jedoch als schwierig rausstellt: „Es ist superwarm und man sieht gar nichts.“

„Traut euch“, fordert derweil Tanzlehrerin Alice de Grazia die Besucher im Saal Ost auf. Bei der „SR 1 Tanzlust“ bringt sie Zorro, Zombie & Co. den Disco-Square-Fox, einen Mix aus Discofox und Square Dance, bei. Im Gegensatz zum klassischen Tanzkurs soll es dabei ganz locker zugehen: „Die Leute sollen einfach Spaß am Thema Wilder Westen haben.“ Auch bei der Band „Top Tones“ wird schnell deutlich, dass man auch zu aktuellen Titeln Samba, Tango und Cha-Cha-Cha tanzen kann.

Zu Schlagermusik aus 50 Jahren wird im Foyer Ost abgefeiert. Einen richtigen Fastnachts-Hit gebe es 2016 nicht, steht für Tom Jet von den „Schlagergiganten“ fest. Deshalb setzt die Band auf Stimmungs-Klassiker. Im Foyer West sind dagegen bei „Groovin Affairs“ nonstop Chart-Hits wie „Titanium“ angesagt. Zu der Formation gehört übrigens ein waschechter Kölner Jung mit viel Karnevalserfahrung in der Familie. Der Vater von Sänger Daniel Vorholt ist Chef der bekannten Truppe „Die Paveier“. Silvia Dias, die zweite Stimme von „Groovin Affairs“, hat bereits eine erfolgreiche Solokarriere vorzuweisen. Zu später Stunde tritt die Portugiesin noch spontan mit DJ Higheffect in der „SR 1 Disco“ live auf. Denn der Saarländer veröffentlichte mit ihr pünktlich zum „Premabüba“ seine neue Single „Sweet Dreams“: Ein Remix des 80er-Jahre-Kult-Songs von den Eurythmics.

Wird künftig auch wieder sonntags gefeiert?

Die erste Bilanz von CCS-Geschäftsführer Ralf Kirch fällt positiv aus: Das neue Konzept habe sich bewährt, es gebe keinen Grund für Veränderungen. Nach dem Riesenansturm würden jedoch die Überlegungen reifen, wieder eine weitere Fete am Sonntag anzubieten. Der „Premabüba“ ist also fit für seinen 70. Geburtstag im nächsten Jahr.

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