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Marc Prams (SZ)

Wenn der Schädel brummt: Experte gibt Tipps gegen den Kater

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Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein - die Symptome einer leichten Alkoholvergiftung.

Nicht nur während der Fastnacht wird das ein oder andere Glas über den Durst getrunken, was am nächsten Tag meistens mit einem Kater bestraft wird. Kann man nichts dagegen tun?
Christoph Bier: Einen Kater verhindern, kann man nur, indem man entsprechend weniger alkoholhaltige Getränke trinkt.

Wie kann man mit Ernährung im Vorfeld einem Kater entgegen wirken?
Christoph Bier: Man ist weniger schnell betrunken, wenn man zuvor fett- und/oder proteinreich gegessen hat, weil Fett und Protein die Freisetzung und ein gefüllter Magen die Aufnahme des Alkohols verzögern. Wer allerdings langsamer, beziehungsweise später betrunken wird, trinkt vermutlich auch mehr Alkohol und erlebt somit am nächsten Tag einen stärkeren Kater. Der Tipp, vor einem vorsätzlichen Alkoholrausch „ordentlich“ zu essen, ist also nicht unbedingt hilfreich.

Ähnliches gilt für Zucker und Kohlensäure, wobei diese beiden Stoffe die Alkoholaufnahme beschleunigen – wer also darauf verzichtet, wird ebenfalls langsamer betrunken. Die späteren Symptome eines Katers lassen sich während des Feierns durch regelmäßiges Trinken von Mineralwasser reduzieren. Vor dem Schlafengehen sollte man auch noch mal einige Gläser Mineralwasser trinken. Zigarettenrauch und Nikotin verstärken übrigens auch die Kater-Kopfschmerzen am nächsten Tag.

Wenn das böse Erwachen doch erfolgt, wie kann ich den Kater dann im Zaum halten?
Christoph Bier: Der Körper braucht dann vor allem Wasser und Nährstoffe, insbesondere Mineralstoffe. Das heißt also viel Mineralwasser trinken und „ordentlich“ frühstücken. Ob ein erhöhter Blutzuckerspiegel den Alkoholabbau beschleunigt, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Werden die Kopfschmerzen nicht schnell genug besser – weil Übelkeit Wasser- und Nahrungsaufnahme behindert –, ist Ibuprofen ein geeignetes Schmerzmittel, das manchen allerdings auch auf den Magen schlägt. Acetylsalicylsäure (Aspirin) kann allerdings gerade nach Alkoholkonsum die Magenschleimhaut schädigen und Paracetamol belastet die Leber zusätzlich zum Alkohol.

Was passiert eigentlich im Körper bei einem Kater?
Christoph Bier: Der Kater ist die Folge einer leichten Alkoholvergiftung. Die Symptome – Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein – werden durch die Dehydratation des Körpers und einem Zwischenprodukt des Alkoholabbaus (Acetaldehyd) ausgelöst. Alkohol entzieht dem Körper Wasser. Man trinkt zwar ständig, scheidet allerdings über den Urin mehr Wasser aus, als man zu sich nimmt. Damit einher geht auch eine erhöhte Ausscheidung an Mineralstoffen.

Wasser- und Mineralstoffverlust beeinflussen die osmotischen Verhältnisse in den Körperflüssigkeiten ungünstig und führen zu den beschriebenen Symptomen. Darüber hinaus treten bei einem Kater auch häufig Übelkeit und Erbrechen auf, die die Folgen einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) durch den Alkoholkonsum sind.

Ist jeder davon in gleichem Maße betroffen? Große wie kleinere Menschen, korpulentere wie schlanke?
Christoph Bier:
Nein, es gibt Unterschiede, abhängig von Körperlänge, Körpergewicht, Geschlecht und Alkoholgewöhnung. Große Menschen vertragen mehr Alkohol als kleine Menschen, schwere Menschen vertragen mehr als leichte Menschen und Männer vertragen mehr als Frauen gleicher Größe und Gewicht. Wer regelmäßig Alkohol trinkt, verträgt mehr als Menschen, die nur gelegentlich Alkohol trinken.

Weitere Infos zum verantwortungsvollen Alkoholkonsum: WWW.KENN-DEIN-LIMIT.DE.

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