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A620 Saarlouis Richtung Saarbrücken AS Saarlouis-Mitte Ausfahrt gesperrt, Bauarbeiten bis 11.12.2017 05:30 Uhr (08.12.2017, 14:39)

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Nach Bluttat: Nachbarn zeigen sich geschockt

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Ein 61-Jähriger hat in Homburg seine Nachbarin erschossen und anschließend sich selbst getötet. Foto: Becker & Bredel.

Gestern Nachmittag erschoss ein 61-jähriger Mann aus Schwarzenacker seine Nachbarin (wir berichteten) in ihrem Fahrzeug in der Straße Am Schwedenhof in Schwarzenacker.

Anschließend flüchtete er mit seinem Auto in Richtung Schlangenhöhler Weg, berichtet die Polizei. Dort wurde er schließlich von der Polizei tot in seinem Fahrzeug aufgefunden. Offensichtlich hatte er sich selbst erschossen. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.

Nachbarn fassungslos über die Tat
Als gestern Nachmittag die Einzelheiten durchsickerten und die kleine Sackgasse Am Schwedenhof nicht nur abgesperrt, sondern auch noch mit Polizeiautos und Krankenwagen zugestellt war, konnten es die Nachbarn kaum fassen.

Eine Frau, die gerade von der Arbeit kam und das Opfer kannte, konnte sich nicht gegen ihre Tränen wehren: „Es ist schrecklich. Das war so eine nette Frau. Sie arbeitete in einer Bäckerei und hat immer freundlich gegrüßt.“

Eine andere Anwohnerin, die etwa 100 Meter vom Tatort entfernt wohnt, ist fassungslos: „Ich kenne den Hund von Ramona und ihrem Mann. Das ist ein lieber schwarzer Labrador. Der hat immer gebellt, wenn man sich von hinten dem Grundstück näherte oder mal Glas in den Container warf.“

War Hund der Auslöser?
Dass es nach Informationen der Saarbrücker Zeitung wohl der Hund gewesen sein könnte, der den Zorn des Nachbarn entfachte, können die Anwohner kaum glauben.

Dass der 61-Jährige rechtsradikale Ansichten gehabt habe, erzählen einige Anwohner: „Er hatte sogar ein Hitlerbild in seinem Haus hängen.“ Die Polizei wollte auf die entsprechende Frage der Zeitung keine Antwort geben.

Die Mutter des Opfers kann die Tat nicht begreifen. Sie stammt ursprünglich aus Rumänien und zog mit ihrer Familie 1997 in die Straße Am Schwedenhof. 

Der 61-Jährige habe häufig betont, „dass wir als Rumänen in der Straße nichts verloren hätten.“ Als sich Ramona und ihr erster Mann zwei Hunde angeschafft hatten, sei der Nachbar völlig durchgedreht.

Er habe sogar versucht, einen Hund zu vergiften, heißt es. Dass er womöglich wegen eines Hundes auf die Nachbarin schießen würde, das konnte in der Straße niemand begreifen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Christine Maack).

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