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Diebesbanden sind in Saarbahn und Bus unterwegs

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Taschendiebstahl in Bus und Bahn wird zu einem immer größeren Problem. Foto: Arno Burgi/dpa.

Die Zahl der Taschendiebstähle im Regionalverband schnellt nach oben: Seit Jahresbeginn verzeichnete die Polizei 340 Delikte, 100 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und jetzt auch das noch: Seit Ende April nimmt die Zahl der Taschendiebstähle in den Bussen und Bahnen der Saarbahn zu.

Das Saarbrücker Verkehrsunternehmen und die Polizei gingen deshalb mit einer Warnung vor den Verbrechern an die Öffentlichkeit.

Banden wohl gewerbsmäßig unterwegs
Michael Hammerschmitt vom Kriminaldienst Saarbrücken sagte der Saarbrücker Zeitung, was die Ermittler bislang wissen. „Wir haben an zwei Tagen Häufungen: Es gab am 28. April acht und am 2. Mai zehn Fälle von Diebstählen in Saarbahnen.“

Hammerschmidt geht davon aus, dass hier womöglich sogar mehrere Banden unterwegs sind, die das Stehlen zum Geschäftsmodell gemacht haben. Um unbemerkt an die Wertsachen von Fahrgästen zu kommen, nutzen sie das Gedränge in den Bussen und Bahnen sowie an den Haltestellen aus.

Überwachungskameras und Sicherheitsdienst sollen für Sicherheit sorgen
Dort sind im Alltag außerhalb der großen Bahnhöfe so viele Menschen auf engem Raum versammelt wie kaum irgendwo sonst. Saarbahnen und Busse befördern immerhin täglich 140.000 Menschen. „An Stellen, an denen sich viele aufhalten, haben es Taschendiebe auf Geldbörsen, Handys und andere Wertgegenstände abgesehen“, heißt es aus der Saarbahn-Presseabteilung.

Dabei tut die Saarbahn einiges, um die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen, wie eine Sprecherin betont. „Montags bis sonntags sind Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes in der Saarbahn und an den Haltestellen unterwegs.“

Hinzu kämen die „technischen Sicherheitssysteme“ in den Fahrzeugen und an den Haltestellen. So seien alle 28 Saarbahnzüge mit Überwachungskameras ausgestattet. Das gelte auch für die meisten der 128 Busse und für die großen Umsteige-Haltestellen in der Innenstadt.

Außerdem könnten die Fahrgäste ihre Wertsachen durchaus schützen, sagt Fachmann Hammerschmitt vom Kriminaldienst. Er weiß natürlich um das Gedränge, das gerade vor den Haltestellen in Bussen und Saarbahnen entsteht. Daher rät er: „Tragen Sie Wertsachen und Geldbeutel am besten nicht in Taschen, sondern in Kleidungsstücken, Brustbeuteln und Gürtelschnallen so nahe wie möglich am Körper.

Mit Verwendung von SZ-Material (Frank Kohler).

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