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L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

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Ist Flugzeugbenzin für Mensch und Umwelt wirklich gefährlich?

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20 bis 30 Fälle von „Fuel Dumping" gibt es jährlich in Deutschland. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa.

Aufregung und Unsicherheit hat ein Flugzeug letzte Woche bei den Saarländern hinterlassen: 54 Tonnen Kerosin hatte der Pilot einer Maschine der Linie Air Canada über der Westpfalz und dem Saarland (zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken) abgelassen.

Grund dafür waren Hydraulikprobleme. Der Pilot musste seine Route nach Kanada abbrechen und zum Frankfurter Flughafen zurückkehren. Damit die voll getankte Maschine dort wieder sicher landen konnte, wiesen die Lotsen ihn an, das Kerosin über dem „dünn besiedelten Gebiet“ zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern abzulassen.

Wie schädlich ist der Treibstoff für den Menschen?
Die letzte Untersuchung ist bereits 25 Jahre alt, teilte das rheinland-pfälzische Umweltministerium mit. Dem saarländischen Umweltministerium sind gar keine Untersuchungen dazu bekannt.

Nur ein Gutachten des Tüv Rheinland kam zu dem Ergebnis, dass der Kerosinausstoß gesundheitlich unbedenklich sei. Aber das ist schon über 20 Jahre alt.

Doch es könnte sich etwas entwickeln: Die Umweltministerkonferenz forderte Anfang Mai die Bundesregierung zu einer neuen Untersuchung der Auswirkungen von Fuel Dumping (so nennen Piloten das Kerosin-Ablassen) auf.

Wie schädlich ist der Treibstoff für die Umwelt?
Rüdiger Rosenthal, Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) macht auf ein viel größeres Problem aufmerksam: die Auswirkungen auf das Klima. Das Flugwesen wird Prognosen zufolge Mitte des Jahrhunderts der Klimakiller Nummer Eins sein, sagt er.

Denn der Kerosin-Ausstoß sei besonders in der Höhe gefährlich. Die hohe Konzentration an Stickstoffgasen treibe die Klimaerwärmung voran und greife die Ozonschicht an.

Drei Millionen Flugbewegungen gebe es in Deutschland pro Jahr, teilt die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit. Bei 20 bis 30 Fällen müsste Kerosin abgelassen werden. Immer mal wieder auch über dem Saarland. „Ich verstehe die besorgten Bürger in der Region“, sagt eine DFS-Sprecherin.

Aber es handele sich um eine Notfallmaßnahme. Eine Alternative gebe es nicht. Denn sonst müssten viele Menschenleben bei der Landung mit einer voll betankten Maschine riskiert werden.

Mit Verwendung von SZ-Material (Patricia Heine).

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