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Das Rätsel um die Bluttat von Burbach

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Beamte der Spurensicherung auf dem Gelände der DRK-Beratungsstelle in Burbach. Foto: Oliver Dietze / dpa

Das ist am Mittwoch (7. Mai) passiert

Nach Polizeiangaben kam es gegen zehn Uhr zwischen einem 27-jährigen Syrer und seinem 30-jährigen Berater (gebürtig aus dem Irak) in dem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge und Migranten in Saarbrücken-Burbach zu einem Streit.

Der Syrer soll mit einem Messer auf den 30-Jährigen eingestochen und ihn tödlich verletzt haben. Weshalb es zu dem Streit kam, worum es dabei ging (und woher der Syrer das Messer mit einer 15 Zentimeter langen Klinge hatte), war nach Polizeiangaben gestern noch unklar.

Der Syrer flüchtete unmittelbar nach der Tat, konnte aber wenig später in der Nähe des Tatorts von der Polizei festgenommen werden. Weil der Syrer selbst Stichverletzungen im Bauch hatte, wurde er laut Polizeiangaben nach seiner Festnahme im Winterbergklinikum behandelt.

Er soll vermutlich erst heute vernehmungsfähig sein. Nach DRK-Angaben war er nicht zum ersten Mal bei einem Beratungsgespräch in dem Zentrum.

Das ist über Opfer und Täter bekannt

Nach Informationen der SZ handelt es sich bei dem Opfer um M. Al-T., der im vergangenen Jahr im Saarbrücker Theater im Viertel sein Stück „Ausgangssperre“ aufgeführt hatte. Dabei verarbeitete der irakische Psychologiestudent Kriegserlebnisse im Nahen Osten.

M. Al-T. wurde 1987 in Baquba im Irak geboren und kam 2005 zum Studium nach Deutschland, sein Vater war an der deutschen Botschaft in Berlin tätig. An der Universität des Saarlandes machte er einen Bachelor-Abschluss in Psychologie und arbeitete aktuell an einem Master-Abschluss.

Der Täter M. A. aus Syrien ist nach SZ-Informationen nicht polizeibekannt und soll auch nicht akut von einer Abschiebung bedroht gewesen sein. Er wohnte in einem Hochhaus-Appartement in Dudweiler. Dafür, dass er eine solche Tat begehen könnte, gab es laut DRK „keine Anzeichen“.

Mit Verwendung von SZ-Material (Johannes Schleuning und Fatima Abbas).

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