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L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

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Fahrlässige Tötung: Nach Horror-Unfall muss Lkw-Fahrer jetzt hinter Gitter

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Statt anzuhalten, rast der Laster mit dem eingeklemmten Radler davon, schleift ihn mehrere hundert Meter mit. Foto: Becker & Bredel

Das ist passiert

Der Berufskraftfahrer Ionel H., hatte sich während seiner Pause auf der Raststätte Goldene Bremm (sehr stark) betrunken - und sich dennoch ans Steuer gesetzt. Bei seiner Fahrt durch die Saarbrücker Innenstadt hatte er an der Kreuzung Hellwigstraße/Mainzer Straße einen 28-jährigen Radfahrer überrollt und ihn über rund 350 Meter mitgeschleift (wir berichteten mehrfach).

Das Opfer starb noch am Tatort an seinen massiven Schädelverletzungen. „Ein Täter, der alkoholisiert durch grobe Rücksichtslosigkeit den Tod eines Menschen verursacht, kann nicht mit einer Bewährungsstrafe rechnen“, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung. Der 26-jährige Rumäne habe ein sinnloses, egoistisches Verhalten an den Tag gelegt.

Der Fall hat noch weitere Folgen

Die Kammer sah auch über diesen Fall hinaus eine Signalwirkung. Der Gesetzgeber sei gefordert (vor allem bei Lastern) für bestimmte Vorrichtungen zu sorgen. Diese sollen verhindern, dass ein alkoholisierter Fahrer den Lkw überhaupt erst starten könne.

Die Analysen der Tacho-Daten hätten gezeigt, dass Ionel H. schon vor dem Aufprall gebremst habe, wahrscheinlich um eine Kollision mit anderen Autos zu vermeiden. Somit gehe das Gericht davon aus, dass er den Radfahrer nicht gesehen hatte und auch aufgrund seiner Trunkenheit den Zusammenstoß nicht wahrgenommen habe.

Als die Dolmetscherin ihm das Urteil übersetzte, blieb Ionel H. regungslos, den Kopf Richtung Boden gesenkt, so wie er sich die meiste Zeit während der mehrtägigen Verhandlung gezeigt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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