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Achtjähriger soll Mitschüler und Eltern seit Monaten terrorisieren

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Muss denn erst Schlimmeres passieren?“, fragt Silvana Mamone, stellvertretende Elternsprecherin der Klasse 2.1 der Grundschule Herrensohr/Jägersfreude. „Wir haben bereits die Polizei eingeschaltet, aber auch die konnte uns nicht helfen“, ergänzt Eva-Maria Langenfeld, die Mutter einer Schülerin.

Was ist passiert?
Unsere Kinder wollen nicht mehr zur Schule gehen“, sagt Sandra Kämmnitz, die Elternsprecherin der Klasse 2.1. Seit Monaten soll ein achtjähriger Schüler andere Kinder und Lehrpersonal an der Schule terrorisieren.

„Eine Lehrerin hat er am Handgelenk verletzt, eine andere mit einem Schal gewürgt“, erzählen die Mütter, „auch unsere Kinder bekommen es immer wieder ab. Sie werden bedroht, damit sie zuhause nichts erzählen“.

Der Junge stamme aus „schwierigen familiären Verhältnissen“, wachse bei den Großeltern auf und sei schon im Kindergarten auffällig gewesen.

Kritik an Schulleiterin
„Wir haben nichts gegen das Kind, haben auch schon mit seinen Großeltern gesprochen“, sagt Sandra Kämnitz, „die sehen ihn aber als Opfer“. Seit November aber habe das Ganze unerträgliche Ausmaße angenommen.

„Wir haben das Gespräch mit der Schulleitung und auch mit der Nachmittagsbetreuung gesucht“, so Sandra Kämmnitz weiter, „wir haben vorgeschlagen, einen Integrationshelfer in die Klasse hinzuzuziehen. Doch wir wurden von der Schulleiterin aus dem Büro geworfen“.

Auch Thomas Wachs, Vater einer Schülerin, erhebt schwere Vorwürfe gegen Schulleiterin Elke Degen: „Sie blockt nur ab. Wir fühlen uns hingehalten. Es gibt keine Vertrauensbasis mehr.“ Man wolle sogar die Möglichkeiten einer Dienstaufsichtsbeschwerde prüfen.

Kind wird Schule verlassen
Mir liegt das Wohl jedes einzelnen Kindes am Herzen“, wehrt sich die Schulleiterin, „ich bin auch immer gerne bereit, mich mit allen Leuten zu unterhalten“. Sie habe sehr wohl frühzeitig mit den betroffenen Stellen Kontakt aufgenommen und Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Degen wirbt um Verständnis. Solche Prozesse nehmen eine gewisse Zeit in Anspruch und sollten nicht in der Öffentlichkeit ablaufen. Darum könne und wolle sie sich auch nach Rücksprache mit ihren Vorgesetzten nicht zu Einzelheiten äußern.

Das Bildungsministerium äußerte sich auf Anfrage unserer Zeitung eher zurückhaltend und gleichlautend. „Eine Behandlung des Falles in der Öffentlichkeit“ sei nicht zuträglich, teilte ein Sprecher mit. Der Fall sei bekannt, man habe Maßnahmen eingeleitet.

Wie diese aussehen, werde man aus „Gründen des Schutzes der Persönlichkeitsrechte der Beteiligten“ nicht mitteilen. Sowieso sei es sinnvoller, wenn sich die Eltern ans Schulamt und nicht an die Medien wenden würden, heißt es aus dem Ministerium.

Wie die Saarbrücker Zeitung jetzt erfuhr, soll der betreffende Schüler schon zum Schuljahresende die Grundschule Herrensohr/Jägersfreude verlassen.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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