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St. Wendeler Tankstelle verkaufte Wasser statt Benzin

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Eine Betroffene kritisiert das Verhalten von Shell. Foto: Facundo Arrizabalaga/dpa-Bildfunk.

Unbemerkt hat die Shell-Tankstelle in St. Wendel am vergangenen Freitag verunreinigten Treibstoff verkauft. Insgesamt hätten Shell laut eigenen Angaben „zwischen fünf und sechs" Beschwerden erreicht. 

Was ist passiert?
Jana Schmitt (Name geändert) ist so ein Fall. Sie füllte - so dachte sie - Benzin in den Tank ihres Audi A3 und fuhr weiter. Drei Kilometer später blinkte die Motorkontrollleuchte auf, dann blieb sie am Rand der Hauptstraße stehen. In der Werkstatt erfuhr sie, dass ihr Benzin nur zu fünf Prozent aus Treibstoff und zu 95 Prozent aus Wasser bestand

Nachdem sich am Freitag auch weitere Kunden an der St. Wendeler Station gemeldet hatten, habe die Tankstelle „unmittelbar die Zapfsäulen für Shell FuelSave 95 und Shell FuelSave Diesel geschlossen", so Shell-Sprecherin Cornelia Wolber. 

Starkregen könnte Ursache gewesen sein
Die Bodentanks seien auf freies Wasser geprüft und entwässert worden. Wie es zu der Verunreinigung kommen konnte, werde derzeit untersucht. „Ein Zusammenhang mit dem Unwetter und Starkregen liegt nahe“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Da sich die beiden Flüssigkeiten nicht vermischen und noch ein gewisser Rest Benzin/Diesel in der Einspritzanlage ist, springe der Motor eventuell noch kurz an. Weit fahren könnten Betroffene damit allerdings nicht. „Das Wasser sinkt im Tank zu Boden und wird daher zuerst durch die Pumpe angesaugt“, erklärt ein ADAC-Sprecher.

Schaden kann hoch sein
Das könne zu erheblichen Schäden führen. Die gesamte Treibstoffanlage müsse gereinigt und Filter ausgetauscht werden. „Die Einspritzanlage und Hochdruckpumpe können ebenfalls beschädigt worden sein“, sagt der ADAC-Sprecher. Die Reparatur koste im glimpflichen Fall 100 Euro, aber auch 5000 Euro und mehr seien möglich.

Shell-Sprecherin Wolber verspricht: „Betroffenen Kunden, die am Freitag bei uns getankt haben und die einen Zusammenhang zwischen dem verunreinigten Kraftstoff und dem Schaden an ihrem Auto belegen können, werden wir die entstandenen Kosten selbstverständlich erstatten.“

Doch das reicht Jana Schmitt nicht. Sie ärgert sich weniger über die Tankpanne, sondern viel mehr über die Art und Weise, in der das Unternehmen damit umgeht. „Ich wurde sehr unfreundlich behandelt und habe keinerlei Infos bekommen, wie es jetzt weitergeht. Es heißt immer nur, die Versicherung würde sich melden“, sagt Schmitt, die mittlerweile einen Anwalt eingeschaltet hat. Für sie stehe fest: Nie wieder Shell und nie wieder solch ein Freitag.

Mit Verwendung von SZ-Material (Sarah Konrad).

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