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Tobias Ebelshäuser

Warum das Saarland zur „Pop-Hauptstadt“ werden könnte

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Auch Emily Jane White aus den USA gestaltete das Musikprogramm mit. Foto: Tobias Ebelshäuser

Das Ziel
„Es geht darum, Popkultur fühlbar zu machen, schmeckbar und riechbar“, sagt Peter Meyer, Initiator und Gründungsmitglied des Poprates. „Dabei steht die Musik zwar im Mittelpunkt, allerdings müssen alle anderen Popkulturgenres mitgedacht werden“, sagt er. „Das sind zum Beispiel Foto, Film, Design, Mode oder Street- und Urban Art.“

Man solle den Puls der Zeit fühlen können in einem Bundesland, das oft als abgehängt und altbacken gelte. „Dabei ist das überhaupt nicht so, wenn man mal die Popkultur im Saarland betrachtet“, sagt Meyer. Deswegen hat der Poprat am Mittwoch im „Mauerpfeiffer“ in Saarbrücken den „Sommerpop“ veranstaltet.

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In einem Film erzählen Mitglieder des saarländischen Poprates, was sie denn sie unter Pop verstehen. Foto: Tobias Ebelshäuser

Die Musik ist zwar da, die Bühne an der Spitze des länglichen Außenbereichs ganz klar der Mittelpunkt der Veranstaltung. Doch obwohl sie im Mittelpunkt steht, übertönt sie den Rest nicht. Sie stellt mehr den Hintergrund-Soundtrack einer Szene, in der sich unterhalten und ausgetauscht wird, man kommt ins Gespräch, auch wenn man sich nicht kennt.

Diesen Soundtrack eröffnet die saarländische Singer-Songwriterin Frau Wolf, gefolgt von Emily Jane White aus den USA und Mélanie Pain aus Frankreich. Die Zusammenstellung zeigt, dass zwar international gedacht, jedoch die saarländische Pop-Szene gestützt werden soll.

Das Saarland als Home of Pop?
Der Traum vom Saarland als „Home of Pop“ treibt die Mitglieder des Poprats an. Von 26 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, sind mittlerweile rund 100 im Verein organisiert. Jeder kennt sich auf seine eigene Weise mit einem bestimmten Teil der Popkultur aus. Ziel sei es, die Szene im Saarland stark zu vernetzen und die Förderung der Szene auf die Agenda der Entscheider zu bringen.

Kai Jorzyk, hauptberuflich Konzertveranstalter und Mitglied des Poprats, ist sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Auch weil wenig Zeit war, sie zu planen: nur etwas mehr als ein Monat. „Man sieht, dass alles sehr schnell geht, wenn man die Kompetenzen bündelt“, sagt er. „Gerade daran sieht man wie viel Potenzial das Ganze hat.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Tobias Ebelshäuser).

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