{k}/{n}

Artikel {k} von {n}

A620 Saarbrücken - Saarlouis AS Saarbrücken-Wilhelm-Heinrich-Brücke in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Motorsportveranstaltung bis 18.08.2017 06:00 Uhr (17.08.2017, 04:34)

A620

Priorität: Dringend

15°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
15°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Darum haben es die kleinen Saar-Kliniken schwer

image

Symbolfoto: an-Peter Kasper/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Situation
Nicht nur im Saarland sind viele Krankenhäuser in Not. Bundesweit befanden sich 2015 laut dem Essener Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung neun Prozent der knapp 2000 Kliniken in „erhöhter Insolvenzgefahr“. Deutlich mehr schreiben rote Zahlen.

Im Saarland ist es nach Angaben der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG) jede zweite Klinik. Aus Sicht der Krankenkassen gibt hier eine zu hohe Krankenhausdichte, zu viele kleine Standorte und zu viele Doppelstrukturen.

Gerade für die kleineren Häuser werden die Rahmenbedingungen immer schwieriger. Mit dieser Erklärung hatte die Marienhaus GmbH im Juni die Schließung ihres Standorts Wadern begründet.

Das Ziel
Das Gesundheitsministerium will erreichen, dass es künftig mehr Spezialisierung geben soll. Nicht mehr jedes Krankenhaus soll in Zukunft alles machen. Auch die Träger wollen stärker zusammenarbeiten.

Die Frage wird allerdings sein, wie viele der 22 Krankenhäuser es über die nächsten Jahre schaffen werden. Zwar warnt die SPD-Landtagsfraktion, es bringe nichts, Schließungs-Szenarien an die Wand zu malen. Und auch das Gesundheitsministerium wird im neuen Krankenhausplan von sich aus keine Klinik vom Netz nehmen.

Weitere Schließungen?
Allerdings drohen weitere „ungeordnete Marktaustritte“ von Kliniken, wie es ein Krankenhaus-Manager ausdrückt, sprich: Schließungen allein aus wirtschaftlichen Gründen. Ohne Rücksicht darauf, was für die medizinische Versorgung der Bevölkerung in der Region überhaupt notwendig ist.


Vogtel, selbst Geschäftsführer der SHG-Kliniken, schätzt die Wahrscheinlichkeit weiterer Schließungen als „hoch“ ein, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht grundlegend ändern. Wadern sei „sicher nur die Spitze eines Eisberges“; vor allem freigemeinnützige und öffentliche Träger seien unter den derzeitigen Bedingungen zu solchen Schritten gezwungen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Daniel Kirch).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein