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Gift-Eier sind jetzt auch im Saarland angekommen

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Eier aus den Niederlanden
Das Saarland hat gestern offiziell bestätigt, dass mit dem Schädlingsbekämpfungsmittel Fipronil belastete Eier in den Saar-Handel gelangt sind. Das Verbraucherschutzministerium des Saarlandes hat nach eigenen Angaben Lieferketten von betroffenen Eier-Erzeugern in den Niederlanden bis zu Lebensmittel-Discountern im Saarland rekonstruiert. Darunter seien Filialen von Aldi und Lidl, sagte Ministeriumssprecherin Sabine Schorr.

Das Land prüfe noch weitere Vertriebswege und Lieferketten. Andere Discounter und Lebensmittelgeschäfte könnten betroffen sein, stellte sie klar. Es werde „tröpfchenweise“ anhand vieler Vertriebslisten aufgeklärt, wohin die mit dem Insektizid belasteten Eier genau gelangt sind, sagte sie. Aldi hatte schon zum Wochenende auch im Saarland alle Eier aus den Regalen geräumt. Bei Lidl sollten nur noch auf Fipronil getestete Eier angekauft werden.

So schützt du dich
Verbraucher-Minister Reinhold Jost (SPD) riet den Saarländern gestern, „derzeit nach Möglichkeit auf Eier und Eiprodukte aus regionaler Produktion zurückzugreifen“. Saarländische Lebensmittelkontrolleure hätten in den vergangenen Tagen gut drei Viertel der Eiererzeuger auf die Verwendung von fipronilhaltigen Desinfektionsmitteln untersucht: ohne Beanstandungen.

Kritik
Minister Jost kritisierte die Informationspolitik der Verantwortlichen in Belgien und den Niederlanden, die viel zu spät und bisher auch unzureichend über den Einsatz des Fipronil und die Vertriebswege informiert hätten. Er rügte aber auch fehlende Informationen von Seiten der Discounter, die teilweise früher und in eigener Verantwortung ihre Eier-Bestände hätten kontrollieren und ihre Kunden aufklären müssen.

Fipronil war zuerst in Eiern aus Belgien und den Niederlanden nachgewiesen worden. Mindestens zehn Millionen verseuchte Eier wurden laut Bundeslandwirtschaftsministeriums nach Deutschland geliefert. Die Chemikalie gelangte offenbar als Zusatz in einem Desinfektionsmittel in Betriebe. Beim Menschen kann sie in höheren Dosen zu Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen führen.

Mit Verwendung von SZ- und dpa-Material.

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