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Kostenlose Busse im Saarland?

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Symbolfoto: Becker&Bredel

In Luxemburg ist das seit dem 1. August für Schüler und Studenten bis zum Höchstalter von 30 Jahren möglich. Einem Bericht der Tageszeitung „L’essentiel“ zufolge ist die Regierung auf Forderungen mehrerer Studentenvereinigungen eingegangen. Profitieren werden davon rund 25 000 junge Luxemburger und Grenzgänger. Für Studierende aus dem Ausland gilt das Angebot nur dann, wenn diese ein Anrecht auf Studienhilfe in Luxemburg haben.

Wäre ein solches Projekt auch im Saarland realisierbar?
Im Hinblick auf die Finanzierung sieht Elke Schmidt, Geschäftsführerin der Saarländischen Nahverkehrs-Service GmbH, dies eher kritisch. „Grundsätzlich wäre es natürlich eine gute Sache, wenn Schüler und Studenten den ÖPNV kostenlos nutzen könnten, wobei sich da natürlich gleich die Frage stellt, wie der finanzielle Ausgleich für die Verkehrsunternehmen gesichert wird“, sagt Schmidt.

Ulrike Reimann, Pressesprecherin der Stadtwerke Saarbrücken, sieht neben der Finanzierung der Tickets weitere Kosten, die gedeckt werden müssten. Bei Kostenfreiheit rechne sie mit enormen Fahrgaststeigerungen. „Abgesehen von den fehlenden Fahrgeldeinnahmen müssen dann auch die notwendigen Mehrleistungen, beispielsweise mehr Busse, finanziert werden“, meint Reimann.

Auch Alexander Brehm, Sprecher des Wirtschaftsministeriums, verbindet ein solches Projekt mit sehr hohen Kosten. „Eine kostenlose Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs muss immer vom jeweiligen Aufgabenträger finanziert werden. Da sprechen wir ganz schnell von Millionenbeträgen“, so Brehm.

Reformvorschlag
Eine weitreichende Reform des ÖPNV hatte bereits 2016 die Piratenpartei im Saarland vorgeschlagen. Für die fahrscheinlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sollten nach ihrer Idee alle Bürger ab dem 18. Lebensjahr jeweils rund 20 Euro monatlich zahlen. Betroffen wären dann auch diejenigen, die überhaupt nicht mit Bus oder Bahn fahren.

Mit Verwendung von SZ-Material (Kim Dannhäuser).

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