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Dieser Saar-SPD-Politiker soll sein Diplom gefälscht haben

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Fünf Jahre lang war Edgar Spengler-Staub Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos)“ an der Saar. Wie aus heiterem Himmel – zumindest für Außenstehende – hat er zum Wochenbeginn sein Ehrenamt niedergelegt.  „Aus gesundheitlichen Gründen“, sagt er.

Die Kündigung
Offenbar gibt es seit wenigen Tagen einen weiteren Grund für Spengler-Staubs sofortigen Rückzug aus seinen politischen Ämtern. Sein bisheriger Arbeitgeber, die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) hat sich in einer Blitzaktion von ihm getrennt.

Die SHG-Spitze scheint ziemlich sauer auf ihren Ex-Mitarbeiter, hat sogar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Ein Rechtsanwalt erstattete in ihrem Auftrag Strafanzeige wegen Verdachts der Urkundenfälschung. Die SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel und Bernd Mege bestätigten jetzt auf Anfrage entsprechende Infos der SZ.

Die Vorwürfe
Wie es heißt, soll der Ex-Schwuso-Landesvorsitzende bereits die erhobenen Vorwürfe eingeräumt haben. Darüber wurden angeblich SHG-Gesellschafter und Aufsichtsratschef Peter Gillo informiert. Der SZ liegen Hinweise vor, wonach Spengler-Staub sich mit einer falschen Diplom-Urkunde der Universität Münster, die angeblich im Jahr 1995 mit der Gesamtnote „sehr gut“ ausgestellt wurde, beworben haben soll.

Im Text der Urkunde heißt es, die Katholisch-Theologische Fakultät verleihe ihm den akademischen Grad „Diplom-Theologe“. Dazu teilte das Prüfungsamt der Uni Münster Ende Juli per Mail mit, dieses Dokument sei nicht durch die Westfälische Wilhelms-Universität ausgestellt worden und Spengler sei auch kein Diplom verliehen worden. Die Uni Münster prüfe deshalb weitere rechtliche Schritte.

Eine Strafanzeige hat nach eigenen Angaben bereits das Erzbistum Köln in diesem Fall erstattet. Gegenüber der SZ lehnte Spengler-Staub eine Stellungnahme ab.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Jungmann).

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