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A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis AS Neunkirchen-Oberstadt gefährliche Situation in der Ausfahrt, Unfall, Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (16:30)

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Knöllchen auf dem ALDI-Parkplatz in Saarbrücken: Die Kunden sind stinksauer

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Knöllchen bei Aldi. Foto: SZ

Die Knöllchen
Stinksauer sind Aldi-Kunden in Saarbrücken. Denn bei der Rückkehr vom Einkauf hatten sie ein Ticket am Auto. Wegen Falschparkens. 30 Euro sollten sie dafür zahlen, so steht es auf dem gelben Knöllchen. Sowohl in der Halberg- als auch in der Hohenzollernstraße berichten aufgebrachte Saarbrücker davon. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Oder etwa doch?

Die Patrouille
Aldi-Süd-Pressesprecherin Anamaria Preuss bemüht sich um Verständnis. Nichtsdestotrotz bestätigt sie, dass Aldi das Stuttgarter Unternehmen Park&Control (PAC) damit beauftragt hat, auf dem Terrain der beiden Filialen zu patroullieren. Und warum? Das diene der „Verbesserung der Parkplatzsituation“, argumentiert sie. Aldi habe sich dazu entschlossen, nachdem es zu Problemen mit Dauer- und Fremdparkern kam. Auf die Parkscheibenpflicht sollen Preuss’ Angaben zufolge Schilder hinweisen.

Die Beschwerden
Eine Kundin ist über das Verhalten eines Hilfssheriffs erboßt. „Ich kam aus dem Geschäft mit einem Sechserpack Wasser. Als ich ihm sagte, dass er doch merken müsse, dass ich eben eingekauft habe, erwiderte er: ‚Ich hab’ nix gesehen’. Eine Unverschämtheit“, sagt die Betroffene.

Die Aldi-Sprecherin stellt jedoch in Aussicht, „jegliche Beschwerden in Bezug auf die (...) Maßnahme kulant zu handhaben. Das scheint in diesem konkreten Fall auch funktioniert zu haben. Die Kundin: „Die Kassierin hat den Strafzettel storniert.“ Sie habe aber gleich zu bedenken gegeben, dass dies nur einmal möglich sei.

Das sagt der Anwaltverein
Mittlerweile hat sich auch der Saarländische Anwaltverein damit befasst. Wo liegt der Unterschied zwischen öffentlichen und privatem Terrain? „Der Autofahrer muss klar erkennen können, welche Parkregeln auf dem Parkplatz gelten und welche Strafen bei einem Verstoß anfallen“, sagt Rechtsanwältin Marthe Gampfer. Anders als am Straßenrand gehe ein Autofahrer auf einem Parkplatz eines Supermarktes „einen Vertrag mit dem Betreiber ein und akzeptiert dessen Bedingungen“.

Gampfer betont: „Strafen, die mehr als doppelt so hoch ausfallen wie vergleichbare Knöllchen auf öffentlichen Straßen, müssen Falschparker nicht akzeptieren.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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