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Junge Saarländer bekommen oft nur Jobs auf Zeit

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Gerade in der Gebäudereinigung sind Angestelltenverhältnisse auf Zeit verbreitet. Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. 46 Prozent aller Neuanstellungen im Saarland waren 2015 befristet. Das ist ein erheblicher Anstieg im Vergleich zu 2001. Da hatten die Statistiker noch 21 Prozent registriert.

Diese Angaben der Bundesregierung beunruhigen Gewerkschafter. Denn demnach entfielen 43 Prozent aller Befristungen auf die 17.000 Beschäftigten zwischen 20 und 30 Jahre. Das sagt Markus Andler, Vize-Chef der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) für Rheinland-Pfalz/Saarland. Damit sei jeder vierte junge Saarländer beim Start ins Berufsleben von einem zeitlich befristeten Job betroffen.

Erschwerte Bedingungen für junge Leute
Von einem Warnsignal spricht Andler, der darin erschwerte Bedingungen in den Berufsstart sieht. „Die ständige Unsicherheit, ob der Job verlängert wird, hält viele davon ab, eine Familie zu gründen.“ Die Wohnungssuche werde ebenfalls erschwert - sowie die Zusage einer Bank, einen Kredit zu erhalten.

Am stärksten seien diese Anstellungsverhältnisse bei der Gebäudereinigung und Verwaltungen verbreitet. Das wirke sich auch auf den Verdienst aus. So betrage das monatliche Nettoeinkommen nicht einmal 1100 Euro in 23 Prozent aller Fälle im Bundesdurchschnitt, wie das statistische Bundesamt mitteilt.

Weitere Vergleichszahlen
Im Saarland sind besonders viele junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren zeitbefristet angestellt. Nach Auskunft der Bundesregierung waren es 25,8 Prozent im letzten Erhebungszeitraum 2015. Nur Nordrhein-Westfalen (15 bis 30 Jahre) lag mit 25,9 Prozent knapp darüber. Im Bundesschnitt waren es 23,8 Prozent, jeweils ohne Auszubildende.

Die Zahl derer, die bei einer Neueinstellung in allen Altersgruppen fürs Erste auf Zeit eingestellt werden, schwankt nach den statistischen Angaben. 2001 waren es 32 Prozent, 2010 rund 46 Prozent. Zuletzt (2015) betraf es deutschlandweit 1,08 Millionen Arbeitnehmer, was einer Quote von 42 Prozent entspricht.

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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