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So schön könnte der neue Saarbrücker Osthafen werden

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Anfang des Jahres hat die Landeshauptstadt einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Areals zwischen Osthafen, Lyonerring, Silogebäude und Römerkastell ins Leben gerufen. Foto: BeckerBredel.

Anfang des Jahres rief die Stadt Saarbrücken einen Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Saarbrücker Osthafens aus. Am Ende gewann die Planungsgemeinschaft HDK Dutt & Kist GmbH aus Saarbrücken und architecture + aménagement aus Luxemburg. Die stellte jetzt ihre Pläne vor.

Silo
Die Planer haben das Areal in Module eingeteilt. Eines davon stellt das Rhenania-Gebäude samt Silo dar, wo sich inzwischen schon eine rege Kulturszene entwickelt hat. Die soll bleiben, denn genauso soll es hier auch dann mal sein: ein Schmelztiegel der jungen und kreativen Szene, die in den unteren Etagen ihre Büros und Ateliers hat. Die oberen Geschosse bieten sich für Loftwohnungen an.

Hafenhäuser
Westlich des Rhenania-Gebäudes sehen die Wettbewerbssieger drei auf sechs Meter hohen Sockeln stehende Blocks vor, die sie „Hafenhäuser“ getauft haben und mit ihnen ihrer Vision vom Miteinander von Arbeiten, Wohnen und Kultur einen großen Schritt näher kämen.

Diese drei Gebäudeeinheiten mit vier Wohn-Etagen könnten dann auch den bald in Angriff genommenen Parkplatz von Möbel Martin vom Osthafen abschirmen. Der Altarm und der Osthafen könnten zusätzlich durch einen neuen, schmalen Zufluss von der Saar gespeist werden, so dass das Wasser zirkuliert und frisch bleibt.

Römerkastell
Das Römerkastell stellte für die Planer eine Herausforderung dar. Es steht im Schatten von sehr hohen Gebäuden wie Rhenania und künftig auch von Möbel Martin. Die Lösung sei ein „introvertierter Raum“, eine Art Dachmembran, offen in der Mitte, die für die Besucher des Ausgrabungsgeländes eine Blende darstellt und die Riesengebäude drumherum quasi verschwinden lässt.

Die Besucher selbst, die an einer neuen Saarbahn-Haltestelle „Römerkastell“ aussteigen, sollen auf niedrigen Stegen über die Mauerreste des Kastells hinweg wandeln. Was auch immer passieren wird, Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Baudezernent Heiko Lukas werden nicht müde zu betonen, wie wichtig ihnen das Römerkastell ist und dass es in Zukunft unbedingt aufgewertet werden soll, um es ins Bewusstsein zu rücken, die Urzelle der Stadt.

Alles noch Zukunftsmusik
Investoren sind willkommen, die daran teilhaben möchten. Außerdem will die Stadt herausfinden, welche Förderprogramme in Frage kommen. Die Module erlauben es, dass das Projekt an vielen verschiedenen Stellen angegangen werden kann.

Mit Verwendung von SZ-Material (Alexander Manderscheid).

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