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Ärger um das Kita-Essen im Saarland

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Wer künftig die Kitas der Stadt Saarbrücken beliefert, ist nach der Neu-Ausschreibung offen. Foto: Georg Wendt / dpa Bildfunk

Kritik an der Ausschreibung
In einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) haben drei lokale Lieferanten die europaweite Ausschreibung für das Mittagessen in den 20 städtischen Kitas kritisiert. Am 24. Juni habe die Stadt Saarbrücken die Essenlieferung ab 1. Februar 2018 für vier Jahre neu ausgeschrieben. Doch die Verwaltung habe sie bis heute nicht auf offiziellem Weg darüber informiert, heißt es in dem Brief.

Das bestätigt Klaus Schön, Chef der Firma Leckerschmecker, auf Nachfrage der SZ. Die Stadt habe auch die Kitas nicht informiert. „Die von uns belieferten städtischen Einrichtungen sind mit dem Essen zufrieden. Sie bedauern sehr, dass sie uns als Lieferanten möglicherweise verlieren werden und befürchten, dass sich die Qualität des Essens verschlechtert, wenn ein Großanbieter zum Zuge kommt“, schreiben Schön und zwei Kollegen.

Diese Gefahr ist nach Ansicht Schöns groß. Zwar habe die Verwaltung in der Ausschreibung die 20 Kitas in acht sogenannte „Lose“ aufgeteilt, für die sich Firmen bewerben können. Sein Kollege Marius Diener kritisiert, dass sich die Stadt bis Januar mit der Entscheidung Zeit lässt, wer die Kitas beliefern wird.

„Bis dahin weiß ich nicht, wie viele Essen ich ausliefern soll“, meint Diener. Kritisch sei zudem die kurze Frist zwischen Zuschlag und Essenlieferung. Weil das nicht möglich sei, ist nach seinen Angaben bereits sicher, dass er eine Kita nicht mehr mit Essen beliefern könne. Die drei Unternehmen stellen in dem offenen Brief klar: „Arbeitsplätze sind gefährdet. Da keiner weiß, wie es weitergeht, musste wegen der Einhaltung von Kündigungsfristen langjährigen Mitarbeitern vorsichtshalber gekündigt werden.“

Die Stellungnahme
Dezernent Thomas Brück (Grüne) gibt in einer Stellungnahme zu: „Es ist richtig, dass wir es versäumt haben, die Kita-Leitungen und Lieferanten über die Neu-Ausschreibung zu informieren. Das war ein Fehler, den wir sehr bedauern.“ Acht Bewerbungen seien bei der Stadt eingegangen, darunter sechs der bisher sieben Lieferanten. „Zwei regional ansässige Anbieter (keine Großanbieter) haben sich neu beworben“, schreibt die Verwaltung. Gleichzeitig betont sie, die kleineren Anbieter würden in der Ausschreibung nicht benachteiligt.

„Jedes ,Los‘ wird für sich alleine im Hinblick auf den wirtschaftlichsten Anbieter bewertet, aber auch die Zeitspanne zwischen Herstellung und Lieferzeitpunkt und Qualitätskriterien spielen eine Rolle.“ Bei den einzelnen „Losen“ gehe es um 110 bis  300 Mittagessen täglich. „Gerade dadurch vergrößert sich die Chance der kleineren und regionalen Anbieter.“

Mit Verwendung von SZ-Material.

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