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IG Metall will 28-Stunden-Woche

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Die Gewerkschaft IG Metall möchte eine 28-Stunden-Woche einführen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Bildfunk.

Mehr als zwei Jahrzehnte nach Vollendung der 35-Stunden-Woche will die IG Metall zum ersten Mal wieder kürzere Arbeitszeiten durchsetzen. In den Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie verlangt die Gewerkschaft neben sechs Prozent mehr Geld die grundsätzliche Möglichkeit für die 3,9 Millionen Beschäftigten, über einen Zeitraum von zwei Jahren ihre Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden reduzieren zu können.

Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder und pflegende Familienangehörige sollen für den entgangenen Lohn außerdem Ausgleichszahlungen erhalten, erklärte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann gestern in Frankfurt. Berechtigt könnten bis zu 40 Prozent der Belegschaften sein.

Zeit wird immer wichtiger
Für Schichtarbeiter und andere Beschäftigte mit belastenden Arbeitszeiten verlangt die IG Metall fünf jährliche Freischichten mit einem Entgelt auf dem Niveau der untersten Lohngruppe von 750 Euro. Wer zuhause Angehörige pflegt oder Kinder unter 14 Jahren betreut, soll dauerhaft seine Arbeitszeit reduzieren können.

Einen Lohnausgleich soll es nach den Vorstellungen der Gewerkschaft für einen halben Tag pro Woche geben. „Wir fordern Geld und wir fordern Zeit. Zeit ist unseren Mitgliedern ein immer höheres Gut in den letzten Jahren geworden“, erklärte Hofmann. Die Forderung treffe den Nerv der Beschäftigten. Die Branche müsse sich um zeitgemäße Arbeitsplätze bemühen. „Die Arbeitgeber stehen nicht als Verlierer da, sondern sie gewinnen dadurch Arbeitszeitmodelle, die sie attraktiv machen“, betonte er.

Das sagen die Arbeitgeber
Die Arbeitgeber lehnen insbesondere die Forderungen zur Arbeitszeit ab. Schon heute würden für die „allermeisten Arbeitszeitwünsche“ in den Betrieben passenden Lösungen gefunden, sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger. Ein zusätzlicher Anspruch werde den Fachkräftemangel verschärfen. Auch Joachim Malter vom Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes äußerte sich kritisch: „Die IG Metall schürt Erwartungen, die sich nicht erfüllen lassen werden.

Mit Verwendung von SZ-Material (dpa/ts).

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