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„Falsche hinterlistige Jude": Aussage von Saar-Politiker sorgt für Aufregung

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Symbolfoto: Peter Steffen/dpa-Bildfunk.

Bei den Saar-Linken kehrt keine Ruhe ein: Nicht nur, dass der Machtkampf zwischen Landeschefin Astrid Schramm und dem Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze zuletzt eskaliert ist (hier der SZ-Bericht).

Jetzt sorgt auch eine dem Wortlaut nach antisemitische Äußerung des Vorsitzenden des Saarlouiser Stadtverbands, Mekan Kolasinac, für Wirbel.

Um diesen Post geht es
Kolasinac hatte auf seiner Facebook-Seite über Bundesparteichef Bernd Riexinger geschrieben: „falsche hinterlistige Jude“ (sic). Hintergrund ist ein Bericht der Bild-Zeitung, wonach Riexinger versucht haben soll, die Bundestagsfraktionschefin Sahra Wagenknecht aus der Partei zu mobben.

Kolasinac bestätigte gegenüber der SZ, dass der Post von ihm stammt, beteuerte jedoch, dass es ein Versehen gewesen sei. Er habe „Judas“ statt „Jude“ schreiben wollen. Er habe den Post innerhalb weniger Minuten richtig gestellt. Später entschuldigte sich Kolasinac auf seiner Seite, explizit auch bei „meinen jüdischen Freunden“.

So reagieren andere Linke-Politiker
Die Äußerung hatte bei anderen Linken-Mitgliedern für Empörung gesorgt. So schrieb Birgit Huonker, Sprecherin der Saar-Linken, auf Facebook: „Manche Dinge machen auch mich noch fassungslos. Antisemitismus in der eigenen Partei. Schlimm.“

Der Saarbrücker Volker Schneider, Geschäftsführer der Bundestagsfraktion in Berlin, nannte den Vorgang „unglaublich“ und forderte die Partei und Kolasinac’ Arbeitgeber auf, „die einzig richtigen Konsequenzen“ zu ziehen.

Kolasinac, der einen „Event- und Partyservice“ betreibt, ist nebenberuflich Mitarbeiter des Bundestags­abgeordneten Thomas Lutze. Dieser äußerte sich gestern nicht zu dem Vorfall. Auch der Landesvorstand der Partei blieb stumm.

Der Landtagsabgeordnete Jochen Flackus erklärte, die Fraktion lehne solche Äußerungen strikt ab. Über mögliche Konsequenzen müsse jedoch die Partei beziehungsweise der Kreisverband entscheiden.

Sascha Sprötge, Vorsitzender des Kreisverbands Saarlouis, verurteilte die Äußerung aufs Schärfste: „Aussagen solcher Art gehören nicht in die Linkspartei.“ Der Kreisvorstand werde sich auf seiner nächsten Sitzung damit befassen.

Kolasinac ist der Ansicht, dass nun einige Mitglieder der Partei versuchen, den Vorfall gegen ihn zu instrumentalisieren. Insbesondere Schriftführer Adolf Loch habe ihn angegriffen. Loch zählt zum Lager von Parteichefin Schramm.

Mit Verwendung von SZ-Material (Nora Ernst).

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