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Neue Verkehrspläne: So will Saarbrücken dem vielen Verkehr den Kampf ansagen

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Die Wilhelm-Heinrich-Brücke ist eine der Hauptverkehrsadern in Saarbrücken. Foto: Becker&Bredel

Laufen die Saarbrücker bald über einen großen Rathausplatz ohne Autoverkehr in Richtung Nauwieser Viertel und wird die Kaiserstraße zu einer wichtigen Route für Radfahrer? Baudezernent Heiko Lukas kann sich das vorstellen, um die Stadt attraktiver zu machen. Deshalb stehen unter anderem diese beiden Projekte im Verkehrsentwicklungsplan (Vep) 2030.

Die Studie
Der Stadtrat hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die die Planungsbüros Planersocietät und Gertz Gutsche Rümenapp aus Dortmund und Hamburg umsetzen. Mit ihnen hatte die Verwaltung bereits beim Vep zusammengearbeitet. Lukas hebt den „städtebaulichen Mehrwert“ eines großen Rathausplatzes ohne Autoverkehr hervor.

In der Studie werde jetzt geprüft, ob künftig mehr Autofahrer von der Großherzog-Friedrich-Straße zum Beispiel durch die Bleichstraße und den Stadtgraben fahren könnten und ab der Zufahrt zum Rathaus-Parkhaus die Durchfahrt verboten wird, ergänzte der Abteilungsleiter für Verkehrs- und Straßenplanung Christof Kreis.

Die Pläne
Zu den Plänen für ein Innenstadt-Verkehrskonzept gehört auch, die Kaiserstraße attraktiver zu machen. Dieses Projekt ist ebenfalls Teil der Studie. Es gebe mehrere Varianten, meinte Kreis. Die Planungsbüros untersuchten die Möglichkeiten einer teilweisen Verkehrsberuhigung, mehr Radverkehr bis zur Umkehrung der Einbahnstraßenregelung, um von der Viktoriastraße und die Kaiserstraße die Parkhäuser zu erreichen. Lukas glaubt, die Kaiserstraße könne zu einer Alternative für die Radler zur Bahnhofstraße werden.

Ein weiteres Verkehrsprojekt ist die „kleine Innenstadtumfahrung“. Die könnte am Meerwiesertalweg beginnen. Zwei Varianten werden geprüft. Die erste Variante geht so: Am Fernbusbahnhof vorbei würde die Verwaltung eine neue Straße entlang der Schienen errichten, wo heute der Bormannspfad verläuft. Am Parkhaus am Hauptbahnhof vorbei würden die Verkehrsteilnehmer zum Hauptbahnhof und dem Innenstadt-Tunnel gelenkt.

Eine zweite Variante würde gar die Verlegung des Fernbusbahnhofs vorsehen. Das Parkhaus müsste abgerissen und ein neuer Standort gesucht werden. Lukas tendiert zur ersten Variante. Weil es viele offene Fragen gibt, sei die City-Umfahrung auch nicht Teil der Machbarkeitsstudie, sondern die beiden Varianten würden im Baudezernat „ergebnisoffen“ untersucht.

Die Verhandlungen
Es gebe bereits Verhandlungen mit der Deutschen Bahn wegen der Grundstücke am Hauptbahnhof. Bis zum Frühjahr erhofft er sich auch hier konkrete Aussagen der Bahn. Die Umfahrung würde die Innenstadt massiv von Verkehr und Lärm entlasten. Kreis nennt Zahlen: Allein in der Dudweilerstraße wären es pro Tag 10 000 Autos weniger, zurzeit fahren dort durchschnittlich 21 000 Autos pro Tag durch.

Mit Verwendung von SZ-Material (Markus Säftel).

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