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Der Fall Kevin Spacey - ein mehr als fragwürdiges Coming Out

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Kevin Spacey. Foto: dpa-Bildfunk / Matthias Balk

Eigentlich ist ein Coming Out ein Befreiungsschlag. Aber als Schauspieler Kevin Spacey sich am Montag outete, hagelte es Kritik.

Die Hintergründe
Angefangen hatte alles mit Vorwürfen des Schauspielerkollegen Anthony Rapp, bekannt etwa aus „A Beautiful Mind“ und „Star Trek: Discovery“. Der hatte den „House of Cards“-Darsteller beschuldigt, ihn 1986 nach einer Party in seinem Apartment in New York auf sein Bett gelegt zu haben und auf ihn gestiegen zu sein.

Es war der Vorwurf eines sexuellen Übergriffs, dazu aber noch auf einen Minderjährigen. Er sei damals erst 14, Spacey dagegen 26 Jahre alt gewesen, sagte Rapp der Website „Buzzfeed“.

Weitere Vorwürfe
Auch der mexikanische Schauspieler Roberto Cavazos erhebt schwere Vorwürfe gegen Spacey. Während dessen Zeit als künstlerischer Direktor des Londoner Old Vic The­atre­ habe es unzählige Übergriffe gegeben. „Es brauchte wohl nur einen jungen Mann unter 30, und Herr Spacey fühlte sich frei, uns anzufassen“, schrieb der 35-jährige Cavazos am Montag auf Facebook.

Zu dem Vorwurf des Schauspielers Rapp hat Spacey derweil Stellung genommen. Er stufte den mutmaßlichen Übergriff zwar als „zutiefst unangemessenes“ und als „betrunkenes Verhalten“ ein. An den Vorfall selbst könne er sich jedoch gar nicht erinnern.

Dass der 58-jährige Spacey ausgerechnet diesen Moment nutzte, um sich als schwul zu outen, brachte das Fass für einige zum Überlaufen. Kritikern zufolge wirkte es wie eine gezielte Taktik, um vom Thema abzulenken.

Netflix zieht den Schlussstrich
Was auch immer Spacey antrieb: Nur rund zwölf Stunden nach seinem Statement folgte ein Paukenschlag aus Los Gatos, Firmensitz des Streaming-Anbieters Netflix. Dessen preisgekrönte Dramaserie „House of Cards“, in der Spacey den skrupellosen Präsidenten Frank Underwood spielt, werde 2018 auslaufen, berichteten US-Medien unter Berufung auf eine Netflix-Sprecherin.

Zwar hieß es, der Entschluss sei vor Monaten gefallen. Dennoch entstand der Eindruck, Netflix habe direkt auf die Übergriffsvorwürfe reagiert und deshalb bei der erfolgreichen Serie den Stecker gezogen.

Mit Verwendung von SZ- und dpa-Material.

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