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Neuer Verein „Kaleidoskop“ will die Saarbrücker Konzert-Landschaft beleben

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Das Problem
Die Landeshauptstadt wird oft für ihr reichhaltiges Kulturleben gelobt. Aus Sicht von Künstlern sieht das aber offenbar nicht so rosig aus. Michael Hupperts, Pascal Zimmer und Geoffroy Muller, alle drei Musiker, sehen Anlass zur Sorge.

„Die Spielmöglichkeiten für Künstler, die keinen Mainstream machen, sind in Saarbrückern sehr begrenzt“, sagt der Posaunist Michael Hupperts. „Und wenn man dann auch noch eine Gage haben will, wird es ganz dünn“. Musiker Geoffroy Muller, der in Saargemünd auch die Brasserie Terminus betreibt, kennt auch die andere Seite.

„Von den Einnahmen kann man die Kunst und Kultur, die wir wollen, nicht finanzieren“, pflichtet ihm der Schlagzeuger Pacal Zimmer bei. „Ich habe mich umgeschaut, in Frankreich und Deutschland“, erzählt Müller. „Alle guten Orte und Lokale, die so ein Programm machen, können das nur, weil sie mit einem Verein zusammenarbeiten.“

Gründung des Vereins
Als Verein könne man für kulturell hochwertige Angebote Förderungen bekommen
, so Muller. Und genau deshalb haben Muller, Hupperts und Zimmer jetzt auch einen Verein gegründet. „Kaleidoskop“ haben sie ihn genannt, um damit auszudrücken, dass er vielfältige Facetten haben soll.

Es soll nicht etwa ein Verein sein, der Fördergelder für Terminus-Konzerte im Saargemünd akquiriert. Sowieso, verrät Muller bei der Gelegenheit, möchte er mit seiner Brasserie gern ins kulturaffinere Saarbrücken umziehen und sucht dafür Räumlichkeiten. Mithilfe von „Kaleidoskop“ wollen die Drei vielmehr spannende Musiker und Bands an unterschiedliche Orte holen.

Beim Tag der offenen Tür im Garelly-Haus starten sie ihren ersten Versuchsballon. Am 4. November lassen sie dort die britische Band Birdeatsbaby auftreten, die als normale Rockband startete, um mit ihren bizarren Auftritten die Stilrichtung des „Cabaret Noir“ zu begründen, zu der auch die Tiger Lillies zählen.

Am 5. November folgt am gleichen Ort ein Dreifach-Konzert mit Klangkünstler und Performer Bernd Wegner und den Formationen Puzzle und Spema, allesamt Musiker aus der Region.

Weitere Ziele
Insgesamt sind wir aber breiter aufgestellt, so Hupperts. Auch Projekte und Abende, die Literaten oder bildenden Künstler einbeziehen, wollen sie auf die Bühne bringen. Ein weiteres Ziel von Kaleidoskop ist die Vernetzung von Künstlern aller Art, von Vereinen und Institutionen, um gemeinsame Projekte, aber auch Workshops zu realisieren.

Auch der Austausch steht auf ihrem Plan: „so dass ein Künstlerkollektiv nach Berlin geht und ein Berliner Kollektiv nach Saarbrücken kommt“, gibt Muller ein Beispiel. Derzeit sei man dabei, die Gemeinnützigkeit zu beantragen, ein Konzept für 2018 aufzustellen und Fördermitglieder zu werben, erläutert Zimmer den Stand der Dinge.

Kontakt zum Verein: VereinKaleidoskop@mail.de

Mit Verwendung von SZ-Material (Silvia Buss).

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