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Anklage erhoben: Syrer (31) soll schwangere Frau in Neunkirchen fast totgeprügelt haben

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Am Landgericht Saarbrücken ging heute der Prozess los. Foto: BeckerBredel.

Das soll im August 2017 passiert sein
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeschuldigten Folgendes vor: Am Samstag, 19. August 2017, betrat der 31-Jährige gegen 1.15 Uhr die Neunkircher Wohnung seiner Cousine. Zuvor soll er woanders mit Freunden Alkohol getrunken haben. In der Wohnung der Cousine hielten sich zum Tatzeitpunkt auch seine 26-jährige Ehefrau sowie die drei gemeinsamen Kinder auf.

Sein „Problem": Er soll darüber wütend darüber gewesen sein, dass sich seine Ehefrau zuvor geweigert hat, zusammen mit den Kindern nach Hause zu gehen.

Als seine Frau seiner Aufforderung nicht gefolgt sein soll, packte der Angeschuldigte sie laut Anklageschrift am Hals und würgte sie so. Der Versuch der Cousine, dazwischen zu gehen, soll vergeblich geblieben sein. Vielmehr heißt es weiterhin, er soll seiner Ehefrau gedroht haben, sie umzubringen.

Doch es geht noch weiter: Laut Anklageschrift habe der Syrer seine Frau auf die Couch gestoßen, sich auf sie gesetzt, sie gewürgt - und ihr dann auch noch ins Gesicht geschlagen haben. Im Anschluss soll er aufgestanden sein und sie an den Haaren hochgezerrt haben. Dann wiederholte er wohl das Würgen seiner 26-jährigen Frau.

So soll die Situation dann eskaliert sein
Die Anklageschrift erhebt allerdings noch mehr Vorwürfe. Nachdem er Frau gewürgt habe, soll er ihr auch noch in den Bauch getreten haben - und das, obwohl sie zum Tatzeitpunkt in der siebten Woche schwanger war. Anschließend, so heißt es in der Mitteilung, sei es ihr gelungen, nach draußen zu laufen. Doch der Mann folgte ihr.

Auf der Straße soll sie zusammengebrochen sein. Als der Angeschuldigte sie eingeholt hatte, soll er kurzfristig über ihr stehengeblieben sein. Als er allerdings bemerkte, dass sie leblos auf dem Boden lag (und zudem Passanten
auf der Straße auf ihn aufmerksam geworden waren), soll er sich entfernt haben.

Die Rettung
Die lebensgefährlich Verletzte überlebte dank des schnellen Transports und der ebenso schnellen Behandlung in die Universitätsklinik Homburg. Sie trug massive Würgemale am Hals davon, Rötungen und Schwellungen sowie Wunden im Gesicht.

Weitere Details
Die 26-Jährige hält sich seit einiger Zeit bei Verwandten in Belgien auf; das Kind, mit dem sie zur Tatzeit schwanger war, hat sie verloren. Ein nachweislicher Zusammenhang zur Tat ist nicht nachweisbar. Ihre Ehe mit dem Angeschuldigten soll in Syrien arrangiert worden sein, als die Geschädigte vierzehn Jahre alt war.

Der 31-jährige Täter befindet sich seit dem 19.08.2017 in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen hat er sich nicht geäußert. In Deutschland hält er sich seit etwa zwei Jahren auf.

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